Ultrapräzisionskupfertassen

Pionierleistung dank Ultrapräzision

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Die Zukunft: auf Hochpräzision getrimmt

Ch. Taennler weiß, wie er seinen hohen Ansprüchen gerecht wird: „Wir müssen noch besser werden. Allerdings ist es ein langer aufwendiger Prozess, wenn Sie sich bereits im Toleranzbereich unterhalb von 5 µm bewegen und das Toleranzfeld nochmals halbieren wollen. Das kann Monate bis Jahre dauern, bis man solche Toleranzen prozesssicher hinkriegt. Deshalb haben wir bereits Bauland gekauft und einen Neubau in Planung. Hier werden wir unter anderem in eine doppelt redundante Klimatisierung investieren, mit einer Temperaturstabilität von ±0,5 °C. Klar ist, Sonneneinstrahlung ist ein Killerkriterium im UP-Bereich. Aber generell: Hier werden wir alle Faktoren optimal auslegen, um die UP-Fertigung zu perfektionieren. Zum Beispiel auch an die Fundamente für die Hochpräzisionsmaschinen und die Entkoppelung der Böden von der Umgebung, sodass keine Schwingungen von außen (Verkehr und so weiter) auf die Maschinen und Anlagen übertragen werden können.“

Der UP-Zerspanungsprozess

Doch jetzt ein Blick in die aktuelle UP-Zerspanung der Kupfertassen. UP-Zerspanung fängt da an, wo die klassische Zerspanung aufhört. Bis 2/10 mm beträgt das Aufmaß, das in 11 Fertigungsschnitten innerhalb des Toleranzfeldes von 0,5 µm auf Fertigmaß gebracht werden muss. In den Schritten 11/10 wird noch im 1/10-Millimeter-Bereich geschruppt, 9/8/7 wird geschlichtet, die darauffolgenden Schnitte werden erst mit Industriediamant in den Tausendstelbereich gebracht und am Schluss wird mit Naturdiamant nur noch auf Endmaß geglättet. Von Zerspanen ist dann keine Rede mehr. Am Ende läuft der Prozess praktisch ohne Spandruck. Die erzeugten Oberflächengüten liegen zwischen N1 und N2.

Die Hembrug meistert ihre Aufgabe vorbildlich, was Kurt Reutegger (Beratung/Verkauf Springmann SA/AG) sichtlich erfreut. Auch für ihn ist die UP-Fertigung etwas ganz Besonderes: „Ich habe im Lauf meines Arbeitslebens viele Fertigungsprozesse gesehen. Aber die UP-Fertigung der Alme ist etwas Besonderes. Solche Fertigungsprozesse bekommt man nicht alle Tage auf dem Präsentierteller serviert. Es fordert uns als technologische Berater enorm. Denn das Know-how in diesem UP-Segment ist für uns alles andere als alltäglich.“

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