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Das Hembrug-Drehzentrum – kein 08/15-Modell
Ein ganz besonderer Fertigungsprozess benötigt eine ganz besondere Fertigungsmaschine. Die beim Hersteller Alme eingesetzte Hembrug ist keine 08/15-Maschine. Sie ist Hightech in Reinkultur. Es gibt nichts Vergleichbares am Markt. Die Antriebstechnik setzt voll auf Linearantrieb – Hydrostatik inklusive. Selbst die Hydrostatik ist etwas ganz Besonderes, sie wurde von Hembrug auf diese UP-Fertigung spezifisch entwickelt und ausgelegt.
Taennler: „Es gibt noch eine weitere Besonderheit. Bisher lag die Spitzenweite der Hembrug-Maschinen dieses Typs bei 500 mm, wir haben 700 mm gefordert. Das ist einmalig in der Schweiz. Wir benötigen diese Spitzenweite für die Fertigung unserer Druckwalzen. Bei einem normalen Drehzentrum ist der Sprung von 500 auf 700 mm kaum der Rede wert. Aber im UP-Bereich sind das Welten.“
Strategische Ausrichtung – Ultrapräzision
Nicht Zeitspanvolumen, sondern Mikrometer sind für Taennler die Faktoren, um die sich in Zukunft alles „drehen“ wird. Er sieht die Ausrichtung seines Unternehmens in der anspruchsvollen Nische der Feinstbearbeitung: „Im Bereich der Ultra-Präzision verfügen wir über ein beträchtliches Know-how und haben es in den letzten Jahren konsequent ausgebaut. Nicht nur im Drehbereich, sondern auch für sehr präzise 5-Achsteile. Die Minimalanforderungen unserer Kunden an Werkstücke sollten sich unter 20 µm bewegen. Beim Fräsen möglichst 5-achsig simultan. Aber komplexe Höchstpräzision ist nur ein Aspekt, da wären wir einer unter vielen Schweizer Zulieferanten. Wir müssen darüber hinaus als Komplettanbieter herausragen. Es reicht nicht aus, lediglich präzise Werkstücke zu fertigen. Wir müssen die komplette Prozesskette, inklusive Messen, Reinigen, Beschriften, Qualitätskontrolle, Dokumentation, Montage von Baugruppen und Verpackung beherrschen. Ich spreche von einer Problemlösung selbst komplexester Aufgabenstellungen im Sinne unserer Auftraggeber. Das schließt eine Prozessanalyse mit ein. Wenn der Auftrag noch vollklimatisierte Reinraumbedingungen mit einschließt, sind wir sicher der richtige Ansprechpartner. Viele unserer potenziellen Technologiepartner wissen noch gar nicht, was wir bereits heute alles können. Das ist für uns ebenfalls eine Herausforderung, das zu ändern.“
* Mattthias Böhm ist Chefredaktor des Schweizer Maschinenmarkts (SMM)
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