Unternehmensfinanzierung

Private-Equity-Kapital versorgt Mittelstand mit frischem Geld

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Ebenfalls ein wichtiger Qualitätsbeweis für die Manager ist der entsprechende Track Record im Unternehmen. Ein angemessenes Auftreten und eine sachgerechte Rhetorik sind ebenfalls hilfreich, um bei einem Investor Vertrauen zu schaffen. Ein detaillierter Businessplan hilft, dem Investor das Unternehmen in der richtigen Form zu präsentieren.

Private-Equity-Investoren wollen auch wieder aussteigen

Der kapitalsuchende Unternehmer muss sich immer bewusst sein, dass ein Investor nur dann investieren wird, wenn er für seine Investition innerhalb von wenigen Jahren wieder ein realistisches Ausstiegsszenario erwarten kann. Dieser Ausstieg wird im Fachjargon „Exit“ genannt.

Die Praxis zeigt, dass Kompromisse in diesem Bereich immer zu negativen Transaktionsergebnissen führen und deshalb abzulehnen sind. Vielmals kommen solche Kompromisse dann zustande, wenn der Unternehmer dringend auf Geld angewiesen ist oder emotional beeinflusste Finanzierungen durch Familie oder Freunde gewährt werden.

Eine wissenschaftliche Untersuchung beschäftigte sich mit der Frage, welche Voraussetzungen für die Private-Equity-Fähigkeit seitens des deutschen Marktes gelten. Dazu wurden deutsche Private-Equity-Investmentgesellschaften befragt. Die folgenden drei erfragten Bedingungen wurden von sämtlichen angefragten Gesellschaften ausnahmslos als Voraussetzung genannt:

  • Wachstumspotenzial des Targets,
  • qualifiziertes und engagiertes Management sowie
  • Exit-Möglichkeit.

Exit ist zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht realistisch darstellbar

85% der angefragten Investmentgesellschaften nannten auch eine überzeugende Produktidee oder eine überzeugende Technik als Voraussetzung für ein Engagement. Bezüglich der vorausgesetzten Exit-Möglichkeit ist festzuhalten, dass dies seitens der Investmentgesellschaften zwar oft gewünscht wird, in der Praxis kann dieser Wunsch allerdings nur selten umgesetzt werden. Dies liegt darin begründet, dass die geldsuchende Unternehmung zum Zeitpunkt der Aufnahme des Private-Equity-Partners den Exit nicht realistisch darstellen kann.

Diesbezügliche Nachfragen bei den angefragten Investmentgesellschaften haben dies auch bestätigt. Es handelt sich dabei eindeutig um einen Widerspruch zwischen Erwartungshaltung und praktischer Umsetzung seitens der Investmentgesellschaften.

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