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Automatisierung

RFID-Automatisierungslösung flexibilisiert Stanzreste-Transport

| Autor/ Redakteur: Mathias Langhans / Reinhold Schäfer

Um Stanzabfälle sortenrein in noch mehr Varianten auch in Big-Bags anbieten zu können, setzt ein Hersteller von Lochblechen in rauer Umgebung auf die Radio-Frequency-Identification-Technik. Er sorgt damit für eine automatische, flexible, auftragsbezogene Zuordnung von Sammelbehältern zu Pressen und Materialien.

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Bild 1: Individuell gefertigte Lochbleche sind dank Automatisierung auch ab Losgröße 1 zu fertigen.
Bild 1: Individuell gefertigte Lochbleche sind dank Automatisierung auch ab Losgröße 1 zu fertigen.
( Bild: Siemens/W.Geyer )

Bei der Herstellung von Lochblechen (Bild 1) entsteht unweigerlich Stanzschrott in erheblichen Mengen. Rund 8000 t sogenannter Bunzen „produziert“ die Mevaco GmbH im schwäbischen Schlierbach jährlich quasi nebenbei. Das mittelständische Unternehmen fertigt Lochbleche in unterschiedlichsten Formen, Formaten und Materialien, von Aluminium über Kupfer bis zu Stahl und Edelstahl. Es hat sich auf kleine bis mittlere Losgrößen spezialisiert und liefert außer vorgefertigter Lagerware auch individuelle Lochbleche ab Losgröße 1. Entsprechend oft müssen die Pressen umgestellt und Materialien gewechselt werden, obschon dies durch eine ausgeklügelte Auftragsplanung auf ein Minimum reduziert wurde.

Schrott sortenrein einsammeln

Am größten ist die Abfallmenge an vier leistungsstarken Breitpressen, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr Bleche bis 1500 mm Breite direkt vom Coil (Bandstahlrolle) verarbeiten. An diesen vier Pressen sammelt das Unternehmen Mevaco den Stanzschrott seit jeher direkt bei der Entstehung sortenrein für den Weiterverkauf ein. Abnehmer sind unter anderem Stahlwerke, Hersteller von Aludruckguss-Teilen oder von Gewichten unterschiedlichster Art.

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Dafür gibt es unter den vier Breitpressen einen sogenannten Bunzenkanal und darin ein automatisches Transportsystem mit Loren als Sammelbehälter (Bild 2). Dieses bringt leere oder teilgefüllte Behälter auftragsbezogen – und damit einem bestimmten Material zugeordnet – unter die Pressen und zurück auf Pufferplätze. Volle Behälter werden automatisch zum Auslagerplatz gebracht, per Hebezeug ausgehoben und am Bunzenbahnhof in den entsprechenden Lkw-Container entleert.

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