Smarter Spritzgießen RFID-Kupplungsbahnhof vermeidet falsche Materialzuteilung

Redakteur: Peter Königsreuther

Wenn nach dem Spritzgießen eines Bauteils das Werkzeug gewechselt wird, steht oft auch ein Materialwechsel an. Damit das richtige Granulat zur Maschine kommt, sollte man nichts dem Zufall überlassen.

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Ein Kupplungsbahnhof überwacht die Granulatverteilung in der Kunststoffverarbeitung. Wittmann Technology bietet mit dem Codemax nun ein System an, dass RFID-Funktionen nutzt.
Ein Kupplungsbahnhof überwacht die Granulatverteilung in der Kunststoffverarbeitung. Wittmann Technology bietet mit dem Codemax nun ein System an, dass RFID-Funktionen nutzt.
(Bild: Wittmann Technology)

Wittmann Technology erklärt, dass Materialverteilersysteme für den Spritzgießsektor auf den unterschiedlichsten Konzepten basieren können. Es gibt sie ausschließlich in Edelstahl gehalten, aber auch im Mix mit Glaselementen, die oft geschweißt sind. Wittmann setze aber ganz bewusst auf ungeschweißte Materialverteiler. Deshalb sind die sogenannten Kupplungsbahnhöfe der Codemax-Baureihe mit Steckverbindungen ausgestattet und abgedichteten Rohrschellen. Das hat laut Hersteller den Vorteil, dass Rohrstücke nachträglich getauscht oder ausgewechselt werden können. Hinzu kommen die speziell für die Wittmann-Codemax-Anlagen verwendeten, schnell umsteckbaren Camlock-Schnellkupplungen für die Materialverteilung, heißt es weiter. Sie tragen keine empfindlichen Gewinde. Sie bestehen aus Aluminiumelementen mit Dichtung, die auf Edelstahlrohre montiert werden können (siehe Detailaufnahme). Sie seien robust genug, um dem Alltag in der Produktion schadensfrei zu trotzen – zum Beispiel, wenn sie fallen gelassen würden. Das Besondere sind außerdem die RFID-Antennen, betont Wittmann.

Fehlervermeidender Dreh- und Angelpunkt für Kunststoffverarbeiter

Diese Antennen sind vor Stößen geschützt implementiert. Entsprechende Tags für jede Kupplung sorgten dafür, dass stets die korrekte Verbindung zwischen Materialzuleitung und Verarbeitungsmaschine hergestellt wird. Über die Wittmann-Steuerung für Förderanlagen kann das ganze bedient und verwaltet werden. Dabei gleiche das System die Informationen stets mit den Eingaben des Bedieners ab. Das wirkt sich so aus, dass wenn ein Kuppelvorgang ohne Eingabe an der Netzwerksteuerung stattfindet, das System einen Fehler meldet, erklärt der Hersteller. So gerate nie das falsche Material an eine Maschine, verspricht Wittmann. Auch wird dem Bediener noch vor dem Kuppeln gezeigt, welcher Materialschlauch an welchen Verteiler kommen soll. Wenn etwas nicht stimmt, sieht man das Problem am Bildschirm. Auch Leckagen könnten so aufgedeckt werden, wenn offenstehende Verbindungen bestehen. Im Endeffekt minimiert ein Codemax-Materialverteiler nicht nur die oben geschilderten Fehler, sondern beschleunigt auch den Materialwechsel. Granulattrockner, Rollcontainer oder Außensilos können dabei für mehrere Verbraucher genutzt werden. Wittmann merkt abschließend an, dass bestehende Materialverteiler auch mit RFID-Antennen nachgerüstet werden können.

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