Robotik-Marktgeschehen

Roboter im Krankenhaus, in der Fertigung, mit Händen und in Slowenien

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Kuka: Vom Werk ins Wohnzimmer – 22 mobile Roboter halten die TVProduktion am Laufen

In der Produktion eines führenden europäischen TV-Herstellers hat sich der Arbeitsalltag deutlich verändert: Wo früher Mitarbeiter elektrisch betriebene Wagen durch die Hallen manövrieren mussten, übernehmen heute selbstfahrende Transportroboter von Kuka die Arbeit. Am Standort im polnischen Gorzów Wielkopolski sorgt eine Flotte von 22 autonomen mobilen Robotern dafür, dass Materialien zuverlässig zwischen Lager und Produktion bewegt werden – und das rund um die Uhr.

TPV Displays Polska zählt zu den führenden Herstellern von Fernsehgeräten in Europa. In der Produktion kommen bereits zahlreiche Industrieroboter zum Einsatz. Vor der Automatisierung des innerbetrieblichen Materialtransports waren interne Transporte jedoch stark von manuellen Tätigkeiten abhängig: Mitarbeiter bewegten TV‑Panels und Bauteile mit elektrisch betriebenen Wagen durch die Produktionshallen – ein zeitaufwändiger und körperlich belastender Prozess. Gleichzeitig war der Materialfluss ungleichmäßig, schwer planbar und nur begrenzt flexibel an neue Produktionsanforderungen anpassbar.

Automatisierter Materialtransport mit autonomen Robotern

Am Produktionsstandort von TPV Displays Polska in Gorzów Wielkopolski, Polen, sorgt eine Flotte von 22 autonomen mobilen Robotern von Kuka rund um die Uhr für den vollautomatisierten Materialtransport zwischen Lager und Montagelinien(Bild:  Kuka)
Am Produktionsstandort von TPV Displays Polska in Gorzów Wielkopolski, Polen, sorgt eine Flotte von 22 autonomen mobilen Robotern von Kuka rund um die Uhr für den vollautomatisierten Materialtransport zwischen Lager und Montagelinien
(Bild: Kuka)

Mit der Einführung von 22 autonomen mobilen Robotern wurde der innerbetriebliche Transport vollständig automatisiert. Die selbstfahrenden Roboter bewegen sich eigenständig durch die Produktionsumgebung und übernehmen zentrale Aufgaben: Sie transportieren TV‑Panels und Bauteile vom Lager zu zehn Montagelinien, bringen leere Verpackungen zurück und optimieren ihre Routen laufend. Die Roboter arbeiten sicher Seite an Seite mit den Mitarbeitern und entlasten diese von körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten.

Ein reibungsloses Zusammenspiel von Robotern

Bereits vor der Einführung der mobilen Roboter setzte das Unternehmen auf stationäre – also fest im Hallenboden verankerte – Industrieroboter. Heute greifen beide Systeme ineinander und sorgen gemeinsam für eine zuverlässige Versorgung der Produktion. „Das Zusammenspiel aus stationären Robotern und AMRs steigert die Effizienz der Versorgung der Montagelinien, erhöht die Flexibilität und verzahnt Materialfluss und Lagerung zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem“, so Grzegorz Benda, Technischer Direktor bei TPV Displays Polska.

Die Integration der mobilen Roboter wurde vom Automatisierungsspezialisten Saicon umgesetzt. Eine zentrale Software steuert die gesamte Roboterflotte, weist Transportaufträge zu, überwacht die Abläufe in Echtzeit und optimiert Wege sowie Auslastung. Dank induktivem Laden arbeiten die Roboter nahezu ohne Unterbrechung im 24/7‑Betrieb. „Die nahtlose Integration der neuen Technologie in die vorhandenen TPV‑Prozesse war die zentrale Herausforderung. Unsere Lösung automatisierte die Intralogistik vollständig und machte sie zuverlässig planbar“, erklärt Łukasz Sobczak, Leiter des Softwareentwicklungsteams bei Saicon.

Mehr Transparenz und Zukunftssicherheit

Der Status der gesamten Roboterflotte ist jederzeit einsehbar. Die gewonnenen Daten helfen dabei, Abläufe gezielt zu analysieren und kontinuierlich zu optimieren. Gleichzeitig ist das System so ausgelegt, dass es sich flexibel an zukünftige Anforderungen anpassen lässt. Auch aus Sicht von Kuka zeigt das Projekt, welches Potenzial in der Technologie steckt: „Die Implementierung belegt, dass autonome mobile Roboter schon heute die Produktionsstabilität erhöhen – durch verlässliche Abläufe, höhere Transparenz im Materialfluss und eine bessere Beherrschung intralogistischer Komplexität“, sagt Mateusz Nowakowski, AMR Business Developer bei Kuka Polska. Damit wird deutlich, wie automatisierter Materialtransport Unternehmen dabei unterstützt, ihre Produktion langfristig stabil, effizient und zukunftssicher aufzustellen.

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