Leichte Erholung Wieder mehr Rohstahl aus deutscher Herstellung

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die Hüttenwerke in Deutschland haben laut WV Stahl im ersten Quartal mit 9,3 Millionen Tonnen rund neun Prozent mehr Rohstahl produziert als im Vorjahreszeitraum ...

Bekannt ist, dass die deutsche Stahlbranche seit vielen Jahren mehr und mehr an Boden verliert. Nun gibt es ein leises Rückenwindchen, was das erste Quartal 2026 betrifft. Aber der WV Stahl mahnt, das nicht als Dauerzustand zu betrachten ...(Bild:  Steely Danny)
Bekannt ist, dass die deutsche Stahlbranche seit vielen Jahren mehr und mehr an Boden verliert. Nun gibt es ein leises Rückenwindchen, was das erste Quartal 2026 betrifft. Aber der WV Stahl mahnt, das nicht als Dauerzustand zu betrachten ...
(Bild: Steely Danny)

Neun Prozent mehr Rohstahl wurde von Januar bis März 2026 in Deutschland hergestellt. Doch diese nur leichte Erholung sei noch lange kein Grund zur Entwarnung. Das fürchtet jedenfalls der Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl). „Trotz der Zuwächse bei der Produktion von Rohstahl in Deutschland bleibt die Lage in der Stahlindustrie weiter angespannt“, merkt die Verbands-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Maria Rippel dazu an. Auf das Jahr hochgerechnet ergebe das zwar auch ein Stahlvolumen von rund 37 Millionen Tonnen, doch man bleibe so weiterhin unter der Schwelle von 40 Millionen Tonnen, was das Minimum für eine gesunde Kapazitätsauslastung der Branche sei. Und 2025 war die Rohstahlproduktion in Deutschland mit 34,1 Millionen Tonnen auf ein historisches Tief gesunken. Vergleichbare Werte wurden zuletzt während der globalen Finanzkrise 2009 verzeichnet.

Deutsche Stahlproduktion ist seit 2017 quasi rückläufig

Der Branchenverband spricht derzeit von einer seit Jahren anhaltenden, strukturellen Nachfrageschwäche. Denn seit 2017 ist die Stahlnachfrage in Deutschland rückläufig und hat bis 2025 rund 30 Prozent verloren, was umgerechnet ein Minus von etwa 12 Millionen Tonnen bedeutet. Auch 2025 war die Nachfrage in allen wichtigen Abnehmerbranchen wie etwa Automobilindustrie oder Maschinen- und Anlagenbau eher verhalten, wie es weiter heißt. Eine zuletzt beobachtete Stabilisierung der Marktversorgung sei überwiegend durch einen Lageraufbau und nicht durch eine nachhaltigere Belebung der Nachfrage zu erklären. Zusätzlich verschärft laut WV Stahl ein anhaltend hoher Importdruck die Situation, die durch wachsende globale Überkapazitäten im Stahlsektor kommt. Deutschland erzeugt in Europa aber noch immer den meisten Stahl, wobei Duisburg, wo Unternehmen wie Thyssenkrupp Steel und HKM Stahl erzeugen, der Hot Spot der Stahlkocherfraktion ist.

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