Doppelehrung Renommierter Preis für zwei herausragende Forschungsarbeiten

Quelle: Ruhr-Universität Bochum 2 min Lesedauer

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Jetzt wurden an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zwei Dissertationen mit dem Gebrüder-Eickhoff-Preis ausgezeichnet. Einmal geht es um Brandschutz und zum Zweiten um additive Fertigung ...

Dr. Francesca Schenkel und Kolllege Dr. Louis Becker haben jüngst den Gebrüder-Eickhoff-Preis entgegennehmen dürfen. Schenkel für eine neue Art der Branddetektion und Becker für die Verbesserung von Stahl für den 3D-Druck. Hier die Details zu den prämierten Dissertationen ...(Bild:  RUB / Kramer)
Dr. Francesca Schenkel und Kolllege Dr. Louis Becker haben jüngst den Gebrüder-Eickhoff-Preis entgegennehmen dürfen. Schenkel für eine neue Art der Branddetektion und Becker für die Verbesserung von Stahl für den 3D-Druck. Hier die Details zu den prämierten Dissertationen ...
(Bild: RUB / Kramer)

Dr. Francesca Schenkel hat untersucht, wie man Radarsysteme als Rauchmelder einsetzen kann. Und Dr. Louis Becker hat eine Methode entwickelt, Stickstoff als Legierungselement in Stählen für die additive Fertigung zu nutzen. Die Preise wurden bei einem Festakt in den Räumen des Unternehmens Eickhoff in Bochum überreicht. Schauen wir uns nun die Forschungen näher an ...

Ein Radar gibt Aufschluss über das Brandverhalten

In ihrer preisgekrönten Arbeit untersuchte Schenkel also, wie Radarsensoren Verbrennungsprozesse analysieren können. Das Ziel war es, die Wechselwirkungen zwischen elektromagnetischen Wellen und typischen Verbrennungsprodukten (Flammen und Rauch) besser zu verstehen, um dann innovative Sensorkonzepte für die Detektion und Charakterisierung von Verbrennungsvorgängen abzuleiten. Schenkel führte experimentierte etwa, um die elektrischen Eigenschaften von Flammen und Rauch in verschiedenen Szenarien beschreiben zu können. Die Messungen erfolgten per Radar bei diversen Frequenzen des Millimeterwellenbereichs. Ein Fokus war Veränderung der elektrischen Leitfähigkeit, die durch Temperaturunterschiede, Ionisierungseffekte und die Konzentration der Verbrennungsprodukte hervorgerufen wird. Die Ergebnisse zeigen demnach, dass hochauflösende, phasenbasierte Radarmessungen Flammen und Rauchausbreitung ergänzend zu anderen Systemen erkennen können. Bestehende Brandmeldeanlagen können damit verbessert werden.

Stickstoff optimiert Stähle für den 3D-Druck

Dr. Louis Becker freut sich über den Gebrüder-Eickhoff-Preis für seine Dissertation zum Thema Stickstoff verbessert Stahl für die additive Fertigung.(Bild:  RUB / Kramer)
Dr. Louis Becker freut sich über den Gebrüder-Eickhoff-Preis für seine Dissertation zum Thema Stickstoff verbessert Stahl für die additive Fertigung.
(Bild: RUB / Kramer)

Beckerwiederum hat untersucht, wie sich das Potenzial von Stahl für die additive Fertigung durch das Legieren mit Stickstoff vergrößern lässt. Denn Stahl ist zwar günstig und gilt als sicherer Werkstoff, er wird aber in punct 3D-Druck für anspruchsvolle Bereiche wie die Medizin- und Luftfahrttechnik bisher nur eingeschränkt eingesetzt. Das liege daran, dass nur wenige Stahllegierungen die hohen Anforderungen dafür erfüllten. Aber Stickstoff kann als Legierungselement in Stählen zur gezielten Eigenschaftsoptimierung beitragen. Gleichzeitig besteht aber die Gefahr, dass das Gas in der Stahlschmelze ausgast und dabei Poren hinterlässt. Becker hat dabei austenitischen und ferritisch-austenitischen Stahl untersucht – also korrosionsbeständige Typen. Er passte Legierungen gezielt an, es wurde wärmebehandelt und verschiedene Metallpulver gemischt. Becker verfolgte dabei auch einen neuen Ansatz: Eine Pulvermischung aus Stahl und Siliziumnitrid. Wird der Mix unter hoher Temperatur gepresst, löst sich das Siliziumnitrid auf und reichert die Stahlkomponente mit Stickstoff an. Beide so behandelten Stahlsorten zeigten danach höhere Festigkeiten und waren korrosionsbeständiger, heißt es, wobei der Stickstoff offensichtlich eine Hauptrolle spielte.

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