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Frau Humbert, ist bei all den Neuerungen in der Elektronik und bei den Motoren das Nord-Stammsegment der Getriebe etwas in den Hintergrund getreten?
Humbert: Nein, denn natürlich bleiben innovative Getriebe in der hohen Qualität, für die wir seit fast fünf Jahrzehnten bekannt sind, unsere Kernkompetenz. Unser Industriegetriebeprogramm zum Beispiel haben wir erweitert, weil der Erfolg der Serie das forderte. Grundsätzlich können Anwender bei den Industriegetrieben auf ein sehr flexibles Baukastensystem zugreifen, um ihr Getriebe schnell und komfortabel zu konfigurieren. Für viele ist auch sehr wichtig, dass ein Standardgehäuse pro Baugröße den kompletten Übersetzungsbereich abdeckt. Außerdem optimieren wir dieses Produkt ständig weiter. Das übertragbare Drehmoment der bestehenden Baureihe haben wir um rund 15 % gesteigert.
Herr Dittmers, Sie haben „hygienische Systeme“ für den Lebensmittelbereich entwickelt?
Dittmers: Ja, unsere neuen zweistufige Kegelstirnradgetriebe in Washdown-Ausführung. Beim Abwaschen kann die Reinigungsflüssigkeit hier in allen Einbaulagen immer abfließen. Diese sehr robusten Getriebe bieten wir in fünf Baugrößen mit Drehmomenten von 90 bis 660 Nm an. In Verbindung mit der neuen Oberflächenbehandlung NSD TupH sind diese Getriebe eine interessante Alternative, besonders im Lebensmittelbereich. Abgesehen von der hygienisch optimierten Konstruktion eignen sich die Washdown-Getriebe für fast alle Bereiche, in denen sonst herkömmliche Kegelradgetriebe eingesetzt werden, zum Beispiel fördertechnische Einrichtungen, und sind zudem sehr leicht: Wo die Getriebemotoren mit bewegt werden müssen, bringt das große Vorteile.
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