Suchen

Montagetechnik Schnelle Motormontage mit anschließender Funktionsprüfung

| Autor/ Redakteur: Stefan Deck / Rüdiger Kroh

Kurze Taktzeiten und eine hohe Genauigkeit sind bei der Montage eines bürstenlosen Reluktanzmotors gefordert. Zudem sollte eine Funktionsprüfung erfolgen. Die Komplettanlage, bestehend aus Transportsystem, Puffer, Füge- und Prüfzelle, wurde aus einem flexiblen Baukastensystem zusammengestellt.

Firmen zum Thema

Bild 1: Mit einer Kraft von 6 kN werden Rotor, Kugellager und Brücke auf ein definiertes Maß eingepresst.
Bild 1: Mit einer Kraft von 6 kN werden Rotor, Kugellager und Brücke auf ein definiertes Maß eingepresst.
(Bild: IEF Werner)

Für die Produktion eines bürstenlosen Reluktanzmotors, der in die multifunktionale Küchenmaschine Thermomix von Vorwerk eingesetzt wird, kommt ein Montage-, Transfer- und Prüfsystem von IEF Werner zum Einsatz. Der Automatisierungsspezialist lieferte alle Komponenten wie Transportband, Achsen, Fügezelle, Motorprüfstand sowie Software und Steuerungstechnik aus einer Hand.

Transfersystem verbindet die einzelnen Prozessschritte bei der Montage

Das Unternehmen Vorwerk mit Sitz in Wuppertal hat in diesem Küchenhelfer Funktionen von mehr als zwölf Geräten vereint: Der Thermomix kocht, dampfgart und rührt nicht nur, sondern wiegt, mixt, zerkleinert, mahlt, knetet, vermischt, schlägt, erhitzt kontrolliert und emulgiert.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

Herzstück des Geräts ist ein bürstenloser Reluktanzmotor. Dieser Motortyp eignet sich für mittelgroße Antriebe mit geringen Einschaltzeiten. Er ist einfach und robust aufgebaut und unempfindlich in rauen Umgebungen.

Um den Motor rasch der Montage der Küchenmaschine zuführen zu können, wurde ein System benötigt, das die einzelnen Motorkomponenten genau und schnell montiert und anschließend auf deren Funktion prüft. Gefordert war zudem ein Transfersystem, welches die einzelnen Prozessschritte verbindet.

Vier-Achs-Handlingsystem platziert die Muttern lagerichtig

Der Auftrag für die Komplettanlage ging an IEF Werner, denn Vorwerk war es wichtig, alles aus einer Hand zu erhalten – inklusive Software und Steuerungstechnik. Innerhalb von nur 24 Wochen war die Anlage, die aus Transportsystem, Puffersystem, Füge- und Prüfzelle besteht, einsatzbereit. Ein Wendeltopfförderer vereinzelt die Muttern, ehe sie von einem NC-Vier-Achs-Handlingsystem gegriffen und lagerichtig in eine Aufnahme platziert werden, die auf einem Werkstückträger montiert ist. Sind vier Muttern in die dafür vorgesehene Position gebracht, fährt der Werkstückträger auf der Transferstrecke weiter zur nächsten Station. Ein neuer, noch unbestückter Träger steht wenige Augenblicke später bereit.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 37096820)