Geovision Schneller mit Gleichlauffräsen

Autor / Redakteur: Karl Obermann / Stefanie Michel

Gleichlauffräsen mit konstanten Spanvolumen beschleunigt die Schruppbearbeitung beim Fräsen sehr stark. Dieses bestätigt ein Anwender, der mit einer Hochleistungs-Schruppsoftware sehr schnell Erfolge erzielte. Das Verfahren ist spindelschonend, sorgt für höhere Werkzeugstandzeiten und spart Zeit.

Firmen zum Thema

Werkstück mit Fräsbahnen für das Gleichlauffräsen, erzeugt mit Volumill.
Werkstück mit Fräsbahnen für das Gleichlauffräsen, erzeugt mit Volumill.
(Bild: Geovision)

Die Region „Bayerisches Schwabenland“ gilt seit langer Zeit als Land der Tüftler und Erfinder. Viele der Ideen finden Eingang in die industrielle Praxis und werden in Produkte umgesetzt. Das hat sehr positive Folgen: Der „Chancenindex Bayern“, der von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in Auftrag gegeben wird, zeigt auf, dass der Regierungsbezirk Schwaben die größte Wirtschaftsdynamik innerhalb Bayerns aufweist.

Neben großen bekannten Firmen wie MAN oder Kuka sind es viele kleine und mittelständische Firmen, die diese Dynamik erzeugen. Eine davon ist die Gerus Apparatebau GmbH & Co. KG in Friedberg bei Augsburg, die 1970 von Dipl.-Ing. Rudolf Schroll gegründet wurde. Das Besondere dabei: Schroll vollzog dies neben seiner Ingenieurstätigkeit bei einem großen Unternehmen: „Ich war ein junger Mann mit viel Tatkraft und wollte mehr als dort möglich war. Also habe ich ein eigenes Unternehmen sozusagen nebenbei gegründet“, wie er erzählt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Gerus hat 18.000 aktive Teile für Großmotoren im Programm

Schroll baute zunächst elektrische Krankenfahrzeuge für Patienten, die mit Standardfahrzeugen nicht zu recht kamen. Bald kamen die ersten Hochdruck-Hydraulikpumpen bis 1200 bar hinzu, heute können die Schwaben solche Pumpen bis 6000 bar bauen. Daneben wurden weitere Produktgruppe entwickelt, wie Prüfstände für die Automobilindustrie und Honmaschinen für das Honen von Zylinderbuchsen bei Großmotoren.

Zudem hat Gerus hat 18.000 aktive Teile für den Einsatz an Großmotoren. Sie werden je nach Bedarf gefertigt. Auch Handwerkzeuge, wie Kolbenringzangen und ganze Werkzeugschränke sind im Angebot. „Zu unseren Kunden zählen Motorenhersteller, Unternehmen der Automobilindustrie und deren Anwender weltweit“, wie R. Schroll berichtet.

Meilensteine der Unternehmensentwicklung waren der immer weitere Ausbau. Was in einem Kellerraum begann, erweiterte sich in eine Doppelgarage, weiter über verschiedene, immer größere gemietete Räume, bis schließlich ein eigenes Firmengebäude 2008 in Friedberg bezogen wurde.

In all dieser Zeit war Rudolf Schroll weiter angestellter Ingenieur bei seinem alten Unternehmen. Erst in seinem 59. Lebensjahr stieg er dort aus und ganz in sein eigenes Unternehmen ein. Damit zusammen fielen dann auch der Neubau und ein weiterer Ausbau der Firma selbst. Heute nutzt Gerus eine Fläche von 2400 m² und hat 28 Mitarbeiter.

(ID:43542231)