Suchen

Additive Fertigung

Schritt für Schritt zum 3D-Druck

| Redakteur: Stefanie Michel

Mehr Designfreiheit, weniger Vorarbeiten, kostengünstig kleine Stückzahlen: Die Additive Fertigung bietet viel Potenzial. Doch um dieses zu nutzen, müssen Anwender die Besonderheiten des Verfahrens sorgfältig berücksichtigen. Dafür bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes und digitalen Hilfsmitteln.

Firmen zum Thema

Komplexe Bauteile additiv zu fertigen, kann zahlreiche Vorteile bieten. Wichtig ist dafür aber ein einheitliches Datenmodell und Prozess-Knowhow.
Komplexe Bauteile additiv zu fertigen, kann zahlreiche Vorteile bieten. Wichtig ist dafür aber ein einheitliches Datenmodell und Prozess-Knowhow.
(Bild: Stefanie Michel)

Bis zu 70 % der Produktionszeit und 80 % der Herstellungskosten lassen sich durch die Additive Fertigung einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt die Bitkom-Studie „3D-Druck – Erfolgsgeschichte für den Digitalstandort“ 2017. Dazu trägt unter anderem bei, dass die Integration mehrerer Funktionen in ein einziges Bauteil Montage- und Lagerhaltungskosten senkt. Auch aufwendige Vorarbeiten wie der Formenbau entfallen. Zudem bietet der 3D-Druck die Möglichkeit, relativ kostengünstig an unterschiedlichen Standorten zu produzieren sowie personalisierte Produkte in geringer Stückzahl auf Nachfrage herzustellen.

Doch erst eine an die Additive Fertigung angepasste, vollständig virtuelle Produktentwicklung ermöglicht es, von all diesen Vorteilen zu profitieren und gleichzeitig kostspielige Probe- beziehungsweise Fehldrucke zu vermeiden. Das Erfolgskonzept besteht in einem kollaborativen modellbasierten End-to-End Prozess.

Einheitliches Datenmodell auf zentraler Plattform

Der Hintergrund: Bisher arbeiteten fast alle an der Produktentwicklung Beteiligten mit getrennten Modellen: Angefangen beim Geometrie-Modell (CAD), über ein Modell für die Fertigung und die Montage bis hin zu funktionsbeschreibenden Simulationsmodellen, an denen beispielsweise Physik-Modellierungen durchgeführt wurden. Das war uneinheitlich, ineffizient und teuer.

Durch ein einheitliches Datenmodell und eine zentrale Business-Plattform wie die 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes können nun alle diese Modelle miteinander verknüpft werden – unternehmensweit oder sogar -übergreifend. Basierend auf dem Geometriemodell lassen sich die jeweils benötigten, unterschiedlich detaillierten Funktionsmodellierungen hinzufügen und so modellbasiert alle Produktentscheidungen virtuell unterstützt treffen. Außerdem werden Änderungen an der Geometrie automatisch in den Funktionsmodellen berücksichtigt, ohne diese erneut von Beginn an aufbauen zu müssen.

Schritt für Schritt zum fertigen Produkt

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

Mithilfe der zentralen Plattform und dem einheitlichen Datenmodell bilden Unternehmen alle relevanten Konstruktions- und Fertigungsentscheidungen vorab digital ab: Vom Design, über die Fertigungsvorbereitung, bis zur Druckprozess-Simulation. Applikationen speziell für die Additive Fertigung berücksichtigen dabei die Besonderheiten des Verfahrens und begleiten die Anwender Schritt für Schritt bis zum fertigen Produkt (die Beschreibung der einzelnen Schritte erhalten Sie in der Bildergalerie).

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45553072)