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Intec-Preis 2019

Sieger des Intec-Preises ausgezeichnet

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Die Gewinner des Intec-Preises 2019 wurden während der Messegala der Intec und Z 2019 in der Kongresshalle am Zoo Leipzig verkündet.
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Die Gewinner des Intec-Preises 2019 wurden während der Messegala der Intec und Z 2019 in der Kongresshalle am Zoo Leipzig verkündet. (Bild: Leipziger Messe/Tom Schulze)

Die Gewinner des Intec-Preises 2019 wurden am 5. Februar während der Messegala der Intec und Z 2019 in der Kongresshalle am Zoo Leipzig verkündet.

Blum-Novotest aus Grünkraut bei Ravensburg in Baden-Württemberg war in der Kategorie „Unternehmen über 100 Mitarbeiter“ erfolgreich. Die Kategorie „Unternehmen bis 100 Mitarbeiter“ hat Metrom Mechatronische Maschinen aus Hartmannsdorf in Sachsen für sich entschieden. Zwei Sieger gab es beim Intec-Preis für Nachwuchsarbeit 2019 – BAM aus Weiden in der Oberpfalz und Niles-Simmons Industrieanlagen aus Chemnitz. Den erstmals ausgelobten Preis der Zuliefermesse Z sicherte sich Memotec aus Leinefelde-Worbis in Thüringen.

36 Bewerbungen für den Intec-Preis

Bereits zum 15. Mal zeichnete die Leipziger Messe mit dem Intec-Preis Neuheiten oder Weiterentwicklungen aus dem gesamten Portfolio der Messe aus. Darüber hinaus würdigte der Intec-Preis für Nachwuchsarbeit beispielhafte Wege der Gewinnung und Förderung des betrieblichen Nachwuchses. Die 36 eingereichten Beiträge wurden von einer unabhängigen Jury – besetzt mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien – bewertet. „Der Intec-Preis verdeutlicht eindrucksvoll die enorme Innovationskraft der Aussteller der Intec. Auch dieses Mal wurden neue Verfahren, Lösungen und Produkte prämiert, die einen Innovationssprung und Vorteile im Vergleich zum Stand der Technik aufweisen sowie großes Potenzial für die Zukunft versprechen“, sagt Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe.

Die Gewinner des Intec-Preises 2019 wurden während der Messegala der Intec und Z 2019 in der Kongresshalle am Zoo Leipzig verkündet.
Die Gewinner des Intec-Preises 2019 wurden während der Messegala der Intec und Z 2019 in der Kongresshalle am Zoo Leipzig verkündet. (Bild: Leipziger Messe/Tom Schulze)

Der Preis der Zuliefermesse Z, den die Leipziger Messe zum ersten Mal ausgelobt hat und dessen Gewinner ebenfalls auf der Messegala verkündet wurden, feierte Premiere. „Wir haben den Preis der Zuliefermesse Z ins Leben gerufen, um die viel-gestaltigen, innovativen Angebote der Zulieferer explizit in Szene zu setzen. Und die Resonanz war sehr gut: 14 Bewerbungen wurden von den Ausstellern eingereicht“, so Geschäftsbereichsleiterin Dr. Deliane Träber. Die Kriterien, nach denen die Jury die Beiträge bewertet hat, wurden speziell auf die Zulieferindustrie angepasst.

Neue Maßstäbe in der Lasermesstechnik

Blum-Novotest wurde in der Kategorie „Unternehmen über 100 Mitarbeiter“ des In-tec-Preises als Gewinner ausgezeichnet. Den Preis erhielt der Hersteller von Mess- und Prüftechnik für das Lasermesssystem LC50-Digilog, das nach Angaben der Jury neue Maßstäbe setzt. Werkzeuge berührungslos mit höchster Geschwindigkeit und Präzision unter rauesten Bedingungen zu messen, ist mit diesem System möglich. Die neue Maschinengeneration bedeute ein Alleinstellungsmerkmal für die Bearbeitung von Schienenfahrzeugrädern. Blum-Novotest erhielt – neben dem Pokal – 5000 Euro Preisgeld vom Sponsor LBBW Landesbank Baden-Württemberg.

200 % mehr Produktivität

Den zweiten Platz erreichte Ceratizit Deutschland mit der Neuentwicklung „High Dynamic Turning“. Dabei wird erstmals eine bewegliche Frässpindel beim Drehen eingesetzt, um den Winkel des um 360 Grad drehbaren Mehrschneidenwerkzeugs zum Werkstück dynamisch zu erzeugen. Der Schneidkantenwechsel kann durch die Rotation um die eigene Werkzeugachse ohne Unterbrechung erfolgen. Nach Angaben der Jury bringt die Neuheit bis zu 200 % mehr Produktivität.

Zukunftsweisende Lösung zur Fernwartung und Instandsetzung

Kasto Maschinenbau wurde mit dem dritten Platz gewürdigt. Der Grund: Visual Assistance, eine zukunftsweisende Lösung zur Fernwartung und Instandsetzung von Maschinen und Anlagen. Unter Nutzung von Augmented-Reality-Technologien über Tablet, Smartphone oder Smart Glasses können die Anwender Live-Videos an die Service-Mitarbeiter von Kasto schicken. Bei Störungen oder Instandhaltungsarbeiten erhalten sie in Echtzeit visuelle Hilfen. Mit der neuen Anwendung können, so die Jury, Instandhaltungskosten gesenkt und zusätzlich die Produktivität und Verfügbarkeit der Maschinen und Anlagen erhöht werden.

Sächsische Firma mit zukunftsweisender Lösung erfolgreich

Der Sieger in der Kategorie „Unternehmen bis 100 Mitarbeiter“ des Intec-Preises ist Metrom Mechatronische Maschinen. Die Firma aus Hartmannsdorf in Sachsen wurde für eine innovative sowie zukunftsweisende Lösung zur „Additiven und Subtraktiven Herstellung von Kunststoffbauteilen im High-Speed-Verfahren“ prämiert. Durch die Kombination eines 3D-Druckverfahrens mit nachfolgender Oberflächenbearbeitung in einer Aufspannung wurde eine neuartige additive Fertigung von Kunststoffteilen entwickelt. Laut der Jury ist diese Lösung ein wichtiger Beitrag zur weiteren Entwicklung additiver Verfahren, um komplizierte Werkstücke effektiv herzustellen.

Der Preis dieser Kategorie wurde mit 5000 Euro vom Kompetenzzentrum Maschi-nenbau Chemnitz/Sachsen, vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig und von der Leipziger Messe unterstützt.

Spring Technologies holte den zweiten Platz mit ihrer weiterentwickelten Software NC Simul. Das in 2018 veröffentlichte Release integriert virtuelle Maschinenmodelle – sogenannte „Digitale Zwillinge“ – in einem virtuellen Maschinenpark. Damit erfüllt die Software die stetig steigende Forderung nach Industrie 4.0-Lösungen. Eine er-höhte Fertigungsflexibilität, Produktivitätssteigerung und optimierte Anlagenverfügbarkeit sind unter anderem die Ergebnisse.

Auf dem dritten Platz landete CAD/CAM Systeme Datentechnik Reitz. Die Firma aus Hessen wurde für ein additives Verfahren mit 3D-Druck ausgezeichnet. Das dabei entwickelte Produkt Centum 3D ermöglicht, ohne Werkzeugwechsel mit Industrierobotern ständig zwischen additiven sowie subtrahierenden Fertigungsprozessen zu wechseln. Dadurch werden, wie die Jury erklärte, komplexe Kunststoffteile mit hoher Genauigkeit und Oberflächengüte in einer Aufspannung gefertigt.

Zwei erste Plätze beim Intec-Preis für Nachwuchsarbeit

Zwei der Einreichungen für den Intec-Preis für Nachwuchsarbeit konnten die Jury durch ihre jeweils sehr unterschiedlichen Ansätze besonders überzeugen, sodass zwei Firmen mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurden: die BAM GmbH und Niles-Simmons-Industrieanlagen. Das Preisgeld von jeweils 1500 Euro wurde von der Leipziger Messe gesponsert.

Das Unternehmen BAM aus Weiden in der Oberpfalz überzeugte mit seinem überarbeiteten Konzept der Nachwuchsarbeit. Dies umfasst unter anderem die Einstellung eines technischen Ausbildungsleiters und eine verstärkte Arbeit in den sozialen Medien. So konnte die Ausbildungsquote im Jahr 2018 mit 14 neuen Auszubildenden auf 12 % gesteigert werden. Neben einer modernen Lehrwerkstatt punktet das Konzept zum Beispiel auch mit den BAM TechDays, einem Tag der offenen Tür und Lehrerfortbildungsprogrammen.

Niles-Simmons Industrieanlagen sicherte sich den Preis aufgrund der vielfältigen Maßnahmen, die das Unternehmen aus Chemnitz in der Nachwuchsarbeit umsetzt. Die aktuell 32 beschäftigten Azubis und dualen Studenten erfahren eine starke Förderung, so die Jury. Besondere Leistungsträger werden nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ in konkrete Forschungsvorhaben – im eingereichten Fall bei der Optimierung der Polygonherstellung auf CNC-Maschinen durch Mehrkantschlagen – eingebunden. Die individuelle Förderung von Jugendlichen und die breit angelegte Nachwuchsarbeit im Unternehmen sind zwei Seiten ein und derselben Medaille – ebenso wie die Nachwuchsgewinnung und Kundenorientierung.

Für ihre kreative Nachwuchssuche wurde die Firma Helmut Diebold aus Jungingen in Baden-Württemberg mit dem dritten Platz honoriert. Schüler der Region kommen bei Schnuppertagen, Messen sowie Praktika mit der modernen CNC-Fertigung des Unternehmens in Kontakt. Das Besondere: Die Auszubildenden von Helmut Diebold übernehmen die Initiative und begeistern ihre Nachfolger mit speziellen Angeboten. Die Strategie geht auf: 70 % der Mitarbeiter wurden im eigenen Unternehmen ausgebildet.

Preis der Zuliefermesse Z feierte Premiere: Memotec erster Gewinner

Den zum ersten Mal ausgelobten Preis der Zuliefermesse Z konnte MEMOTEC ge-winnen. Das Unternehmen für Mess- und Prüftechnik überzeugte mit einem neuen Rotations-Hub-Modul, das in einer Maschine oder Anlage integriert wird und exakte Dreh- sowie Auf- und Abbewegungen ausführt. Die Jury erkannte vor allem an, dass dabei werkzeuglose Formatwechsel und eine 360-Grad-Bearbeitungsfreiheit möglich sind. So lassen sich Anforderungen wie sinkende Losgrößen oder zunehmende Variantenvielfalt erfüllen. MEMOTEC beweist damit, dass der Weg zur Industrie 4.0 auch von kleineren Unternehmen mitgestaltet wird.

Der Gewinner erhielt ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro, das von der IHK Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, dem RKW Sachsen und der Leipziger Messe als Förderer und Sponsoren bereitgestellt wurde.

Sitec Industrietechnologie sicherte sich den zweiten Platz für das Clean-Welding-Verfahren, bei dem Laserschweißungen im Vakuum durchgeführt werden. Das Verfahren überzeugte durch eine nahezu schweißspritzer- und porenfreie Schweißnaht, so die Jury. Die Nacharbeit ist deshalb nicht mehr notwendig. Die Innovation findet vor allem im Automobilbau, bei der Produktion von Antrieben, Achsen sowie Getrieben, eine breite Anwendung.

Den dritten Platz erreichte die Heiche Oberflächentechnik GmbH. Mit ihrer Entwicklung hilft die Firma aus Schwaigern in Baden-Württemberg dabei, dass die Brennstoffzelle als Alternative für die rein auf Batterien basierende Elektromobilität zum Einsatz kommen kann. Im Fokus stehen dabei die erforderlichen Wärmetauscher. Für den Einsatz in Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb bestehen hohe Anforde-rungen an die Reinheit des Kühlmittels und damit an die Eigenschaften der Aluminiumoberfläche im Inneren des Wärmetauschers. Es ist der Heiche Oberflächentechnik gelungen, eine Passivierungsschicht zu entwickeln, die alle von den Anwendern geforderten Spezifikationen erfüllt.

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