Online-Marketing Social Media geben den Kunden mehr Macht

Von Stéphane Itasse 6 min Lesedauer

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Netzwerke wie Facebook, Xing, Twitter oder Youtube – kurz Social Media – erleben einen rasanten Zulauf. Doch insbesondere B2B-Unternehmen nutzen sie zur Kommunikation nur zurückhaltend. Einige Marketingfachleute haben aber bei ihren Versuchen mit den Social Media interessante Erfahrungen gemacht.

Für den persönlichen Austausch via Internet werden Social Media immer wichtiger.(Bild:  Vodafone)
Für den persönlichen Austausch via Internet werden Social Media immer wichtiger.
(Bild: Vodafone)

Die neuen Netzwerke im Internet hören nicht auf zu wachsen: Marktführer Facebook hat nach neuesten Zahlen 600 Millionen Nutzer weltweit, in Deutschland sind laut einer Studie des Beratungsunternehmens Fittkau & Maaß 43,5 Prozent der Internetnutzer dort registriert. Das Business-Netzwerk Xing folgt auf Platz zwei mit 24,6 Prozent.

Mittelständische Technologieunternehmen ziehen hier allerdings noch nicht mit. Laut der Studie „Firmen finden statt Facebook füttern“ der Kommunikationsagentur Friends of Brands glauben nur 27 Prozent der Marketingentscheider, dass ihr Unternehmen durch eine Präsenz in den Social Media Vorteile erzielen kann, die über die klassische Unternehmenswebsite hinausgehen, 63 Prozent% verneinen dies.

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Die neuen Treffpunkte im Internet: Plattformen für persönlichen Austausch

Social Media sind Netzwerke, die es ihren Mitgliedern ermöglichen, über das Internet mit anderen Mitgliedern in Kontakt zu treten und sich zu Gruppen zusammenzuschließen. Die wichtigsten Netzwerke dieser Art sind:

  • Facebook: Die Plattform ist im Februar 2004 gestartet und verzeichnete im Januar 2011 nach eigenen Angaben 600 Millionen Nutzer weltweit. In Deutschland wurde Facebook im April 2011 von 18 Millionen Menschen genutzt.
  • Linked In: Die Plattform verfolgt ein ähnliches Konzept wie Xing. Das Netzwerk wurde 2003 in den USA gegründet und ist seit Februar 2009 auch auf Deutsch verfügbar. Weltweit hatte Linked In im Januar 2011 90 Millionen Nutzer.
  • Xing: Das Netzwerk richtet sich vorrangig an Menschen, die ihre Kontakte für geschäftliche Zwecke nutzen wollen. 2003 unter dem Namen Open BC gestartet, benannte sich die Plattform 2006 aus Gründen der Internationalisierung um. Die Plattform hat nach eigenen Angaben im Moment 10 Millionen Nutzer, davon 4,5 Millionen im deutschsprachigen Raum.
  • Youtube: Das 2005 gegründete Portal erlaubt es seinen Mitgliedern, Videos hochzuladen, anzusehen und zu kommentieren. Über Abonnement-Funktionen bietet es damit auch ähnliche Möglichkeiten wie andere Social-Media-Plattformen. Youtube-Eigentümer Google gibt keine Zahlen zu den registrierten Nutzern bekannt.
  • Twitter: Die 2006 gestartete Plattform ermöglicht ihren Mitgliedern das Versenden von Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen Länge. Über Abonnement-Funktionen können sich die Mitglieder ebenfalls zusammenschließen, weshalb Twitter auch als soziales Netzwerk definiert wird. Das Unternehmen hat rund 175 Millionen Nutzer.

Wer bei Social Media wagt, gewinnt

Aller Skepsis zum Trotz: Wer es gegen den Trend wagt, für die Unternehmenskommunikation mit Social Media zu experimentieren, wird auch belohnt. Die von MM Maschinenmarkt befragten Fachleute haben mit Social Media neue Wege in der Kommunikation eingeschlagen und positive Erfahrungen gemacht.

Dabei führen viele Wege zu vielen Zielen, die die Unternehmen erst für sich entdecken müssen. „Wir sind noch in der Testphase“, berichtet Horst-Dieter Kraus, Leiter Marketing-Kommunikation bei Pilz in Ostfildern. „Uns geht es in erster Linie darum, bei Social Media dabei zu sein und Erfahrungen zu sammeln“, sagt auch Heidi-Melanie Maier, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Werkzeugmaschinenbauers Trumpf in Ditzingen. Andere sind schon weiter: „Was bei uns vor gut anderthalb Jahren zunächst als Spielerei begonnen hat, hat sich mittlerweile zu immer lebendigeren Kommunikationskanälen entwickelt“, berichtet André Kluth, Marketingleiter bei Igus in Köln.

Youtube bringt hohe Zugriffszahlen in der B2B-Kommunikation

Vor allem das Videonetzwerk Youtube hat sich aber bei den Marketingfachleuten als Kanal mit hohen Zugriffszahlen herauskristallisiert. Pilz geht dabei noch einen Schritt weiter: „Wir haben Produktinformationen mit QR-Codes verknüpft, damit Interessenten diese in ihr Handy einlesen und sich die zugehörigen Videos auf Youtube anschauen können“, berichtet Kraus.

Den hohen Mitgliederzahlen einiger Netzwerke zum Trotz steht bei den Befragten nicht die Reichweite im Vordergrund, wenn sie für ihre Unternehmen bei Youtube, Facebook, Xing oder Twitter kommunizieren. Ein Vergleich mit der Unternehmenswebsite oder anderen Kommunikationsmitteln ist allerdings nicht immer einfach. „Die Reichweite in Social Media hängt natürlich auch davon ab, wie viel Zeit und Geld man dort hinein investiert“, sagt Kluth, „Das muss immer im gesamten Marketingmix betrachtet werden.“ „Entscheidend für uns ist die Möglichkeit zur direkten Ansprache der unterschiedlichen Zielgruppen und die Möglichkeit des Dialogs, die ja charakteristisch für diesen Kommunikationsweg und eine große Bereicherung ist“, erläutert Anne Bentfeld, Zentralbereichsleiterin Publizistik und Kommunikation Harting in Espelkamp.

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