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Anlagenplanung Sparen mit der Standardisierung von Pumpen

| Autor/ Redakteur: Andre Vennemann / B.A. Sebastian Hofmann

Wer komplexe Industrieprozesse aufsetzt, kennt sich nicht immer auch gut mit moderner Pumpentechnik aus. Die Vielfalt an Produkten wirkt für viele abschreckend. Experten raten zur Vereinheitlichung. Warum, das erfahren Sie hier.

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Indem Anwender die Vielfalt ihrer Pumpen reduzieren, erleichtern sie den Mitarbeitern die Bedienung und sparen Kosten für das Ersatzteilmanagement.
Indem Anwender die Vielfalt ihrer Pumpen reduzieren, erleichtern sie den Mitarbeitern die Bedienung und sparen Kosten für das Ersatzteilmanagement.
(Bild: Grundfos)

Die Vielfalt an unterschiedlichen Pumpendesigns kann nicht spezialisierte Planer und Betreiber schon mal überfordern. Von A wie Abwasserpumpe bis Z wie Zahnradpumpe gibt es eine Bandbreite von Pumpentypen. Wäre es da nicht ratsam, sich auf wenige Bauarten und zudem noch auf eine kleinere Zahl von Varianten zu beschränken? Auch die Vereinheitlichung von Laufrädern, Werkstoffen, O-Ringen und Gleitringdichtungen träge zu einem unkomplizierteren Anlagenbetrieb bei. Ein Pumpendesign für alle Einsätze gibt es allerdings nicht.

Aber es gibt Produkte, die viele Applikationen abdecken. Die Vorteile sind klar: Je weniger Baureihen zum Einsatz kommen, desto weniger unterschiedliche Ersatzteile sind zu bevorraten. Und der Servicetechniker vor Ort kennt sich bei der Standardpumpe besser aus als bei der komplexeren Variante beziehungsweise beim ganz anderen Pumpentyp. Das gilt übrigens auch für das Betriebspersonal – viele Pumpenausfälle basieren auf dem falschen An- und Abfahren einer Pumpe. Ein weiterer Pluspunkt der Standardisierung ist, dass der Betreiber mit dem Hersteller einen Rahmenvertrag abschließen kann. Der Betreiber ruft dann eben nur zuvor vereinbarte Pumpentypen ab, was neben Zeitersparnis auch einen attraktiven Einkaufsvorteil bringt. Unter diesen Aspekten wird hier ein Angebot näher beleuchtet: Mehrstufenpumpen der Baureihe CR von Grundfos.

Eine Pumpe für mehrere Einsatzgebiete

Was macht die Baureihe CR interessant für den industriellen Betreiber? Es ist in erster Linie die Breite der Applikationen: Zu den industriellen Einsatzbereichen dieser vertikalen mehrstufigen Hochdruck-Inline-Kreiselpumpen zählen unter anderem Prozesswasseranlagen, hygienische Wasch- und Reinigungsanlagen sowie das Fördern von Säuren beziehungsweise solehaltigen Medien. Hinzu kommen die Kesselspeisung und Anwendungen mit integrierter Temperatursteuerung.

Das Basismodell ist in vier verschiedenen Werkstoffausführungen erhältlich – aus Gusseisen, aus zwei korrosionsbeständigen Edelstahlsorten und komplett aus Titan. Es gibt 13 Baugrößen für Förderströme zwischen 0,3 und 240 m3/h, die für Drücke von bis zu 50 bar ausgelegt und mit mehreren Gleitringdichtungen und Anschlussvarianten ausgestattet sind. Die modulare Pumpenbauweise stellt sicher, dass der Betreiber in aller Regel bereits die vorkonfigurierte Ausführung ordern kann, die seine Anforderungen erfüllt – es handelt sich quasi um einen „Lego-Baukasten“.

Alle Ausführungen besitzen einen effizienten Antrieb und können mit einer Drehzahlregelung per integrierten Frequenzumrichter (FU) ausgerüstet werden (CRE). Auch hier hat der Betreiber die Wahl: Sowohl beim klassischen MGE-Asynchronmotor (bis 22 kW – Energieeffizienzklasse IE3) wie auch beim MGE-Permanentmagnet-Synchronmotor (bis 11 kW – Energieeffizienzklasse IE5) ist der FU im Motor integriert. Für höhere Leistungen offeriert das Unternehmen die CUE-Ausführung mit einem externen FU im Schaltschrank (optional auch hier mit IE5-Motoren).

Insbesondere zur Druck- erhöhung in Wasseraufbereitungsanlagen (Membrantechnologie) eignet sich die CR-Baureihe.
Insbesondere zur Druck- erhöhung in Wasseraufbereitungsanlagen (Membrantechnologie) eignet sich die CR-Baureihe.
(Bild: Grundfos)

Jede dieser Lösungen spart bei wechselndem Förderbedarf Energie und verlängert die Lebenszeit der Pumpe. Verfügbar sind 50- und 60-Hz-IEC-Motoren sowie 60-Hz-Nema-Motoren. Darüber hinaus stehen spezielle Modelle für hohe Drücke, extreme Temperaturen und für den Einsatz mit aggressiven, abrasiven, gefährlichen, aushärtbaren oder brennbaren Flüssigmedien bereit.

Predictive Maintenance: wie ein Röntgenbild

Mit der optionalen Integration eines vorausschauenden Überwachungssystems bieten CR-Pumpen dem Betreiber Sicherheit: Der Condition Monitor verfolgt den Betriebszustand der überwachten Pumpe und erkennt mögliche Systemfehler wie Lagerschäden, Unwucht oder Wasserschlag und erfasst auch schwer protokollierbare Bedingungen wie Trockenlauf und Kavitation, die bei der Pumpe zu starken Beschädigungen führen können.

Das Gerät überwacht nicht nur die Funktionstüchtigkeit der Pumpe selbst, sondern auch sämtliche Faktoren, die zu einer schlechten System- und Pumpenleistung beitragen.

* Andre Vennemann ist Vertriebsdirektor Industrie D-A bei der Grundfos GmbH in 40699 Erkrath, Tel. (02 11) 9 29 69-2 85 39, infoservice@grundfos.com

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