Klinger

Stahlrohrtürme von Windkraftanlagen optimal abgedichtet

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Die Technologie lässt sich aus dem Bau von Großrohrleitungen auf die Erfordernisse des Turmflansches übertragen, so dass die Firma Klinger die Entwicklung des KNS-Produktes als „KNS WE“ für Windkraftanlagen fortgeführt hat. Ganz zentral ist dabei die Zerlegung des Trägerringes in Segmente, sodass sie vor Ort werkzeugfrei zusammengesetzt werden können und mit dem zusammengelegten Elastomer immer auf eine Europalette passen. Die Verbindung der Segmente erfolgt über sogenannte „Knopfloch“- oder „Puzzle“-Verbindungen.

Material der Dichtung kann Flächenpressung bis 250 MPa übernehmen

Serienmäßig werden die Dichtungen KNS WE aus dem Material Klingersil C-4430 hergestellt. Statische und dynamische Kräfte wie beispielsweise das Gewicht von Gondel und Rotorblättern sowie die Biegemomente durch den Wind können somit sicher übertragen und eine mechanisch hoch stabile Flanschverbindung hierdurch gewährleistet werden. Das Material kann eine Flächenpressung bis zu 250 MPa übernehmen, gleichzeitig dichten und die Kräfte auf den Elastomerprofilen begrenzen. Dadurch wird die Langlebigkeit des Rings erreicht.

Um die Montage zu vereinfachen und die Transportkosten zu minimieren, werden die Trägerringe aus präzise geschnittenen Segmenten gefertigt und geliefert. Die Genauigkeit der Verbindungen führt zu einer absoluten Dichtheit schon beim Trägerring. Die Dichtfunktion übernehmen im Turmflansch zwei Dichtringe aus Elastomer, die jeweils in einem Stück geliefert werden. Auf Grund ihrer Flexibilität können sie zusammengedreht werden und passen ebenso auf die Transportpalette. Diese Dichtringe sind dicker ausgeführt als der Trägerring und werden während des Verschraubens der Flansche auf die Dicke des Trägerringes verpresst. Danach werden die Flanschkräfte nur noch neben den Dichtringen, eben über den Trägerring, weitergeleitet. Die Dichtringe können dann selbst durch hohe Kräfte nicht zerstört werden. Daher auch die Bezeichnung „Kraftnebenschluss“ für diesen konstruktiven Aufbau.

Dichtung kann ohne Kran und Werkzeug montiert werden

Die Montage ist einfach: Am Turm wird für KNS-WE kein Kran benötigt, sondern ein bis zwei Mann können die Segmente des Trägerrings zur Montageposition heben. Dort wird zuerst der Trägerring auf dem Flansch zusammengesetzt, dann die Dichtringe eingeknüpft und schon ist die Dichtung fertig. Es werden keine Werkzeuge für den Zusammenbau der Dichtung benötigt.

Auf Grund der flexiblen Produktionsweise sind die Dichtringe aus den verschiedensten Materialien lieferbar, selbstverständlich UV- und Ozon-beständig. Die Abmessungen von Klinger KNS WE können frei gewählt werden.

Mit der Klinger KNS WE wird der Turmaufbau optimiert, weil sich die Dichtung einfach und schnell einbauen lässt sowie geringe Abweichungen in der Planparallelität ausgleicht. Durch Verhinderung von Korrosion zwischen den Flanschblättern wird ebenfalls der Betrieb der Anlage sicherer und wirtschaftlicher, da keine nachträgliche Sanierungsarbeit nötig ist beziehungsweise die Lebensdauer nicht verkürzt wird.

* Jörn Jacobs ist freier Fachjournalist. Weitere Informationen: Klinger GmbH in 65510 Idstein, Tel. (0 61 26) 40 16-0, mail@klinger.de

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