Produktionstechnik

Technologiemanagement lebensfähig gestalten

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Technologische Innovationen sind Kulturfrage

Bekannt sind Unternehmen die drei „Pflichtfaktoren“ zur erfolgreichen Erzeugung technologischer Innovationen: Wissen, Können und Fokus. Umfassendes technologisches Wissen und Wissen um Märkte, Kunden und Trends ist unverzichtbar, wenn es darum geht, Innovationen zu generieren. Das Können der Mitarbeiter und der strukturelle Rahmen des Unternehmen stehen zur Entwicklung von technologischen Innovationen im Mittelpunkt.

Darunter fallen Prozesse, Methoden und geeignete Organisationsformen, um Innovationen zu ermöglichen. Der unternehmerische Fokus stellt die Ausrichtung und somit die Effizienz des Technologiemanagements sicher. Die Kür, die vielen Unternehmen noch immer als Hexenwerk erscheint, ist die Erschaffung und Erhaltung einer innovationsfördernden Unternehmenskultur als Grundlage für das „Wollen“ der Mitarbeiter.

Die erfolgreichen Unternehmen des diesjährigen Konsortial-Benchmarkings zeigen, wie mithilfe einiger simpler Hebel die Unternehmenskultur entscheidend beeinflusst werden kann (Auszug):

  • Einplanen eines bestimmten, kapazitiven Freiraums, den jeder Mitarbeiter auf eigene Projekte verwenden kann („15%-Regel“). Dabei kommt es nicht darauf an, die Nutzung oder Einhaltung dieses Freiraums oder den daraus entstehenden Output zu überprüfen, sondern durch die Signalwirkung dieser Maßnahme einen positiven Einfluss auf die Motivation der Mitarbeiter zu erwirken.
  • Getreu dem Motto „Fail fast, move forward“ werden Fehler nicht nur toleriert, sondern als notwendig auf dem Weg zum Ziel akzeptiert. Hierdurch steigt die Entscheidungsfreude und die Bereitschaft zur Risikoübernahme der Mitarbeiter.
  • Erfolgreiche Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern neben einer Managementkarriere mit Personalverantwortung auch eine Spezialistenkarriere. Dadurch wird Mitarbeitern entsprechend ihren Fähigkeiten eine attraktive Fachkarriere innerhalb des Unternehmens ermöglicht und ein entsprechendes Ansehen zuteil.

Bei der Bewertung neuer technologischer Ideen werden in den meisten Unternehmen Portfolios eingesetzt. Technologieprojekte mit einer hohen Marktattraktivität und entsprechend vorhandenen Kompetenzen im Unternehmen werden demnach häufig weiterverfolgt und durchlaufen den Technologie- und Produktentwicklungsprozess innerhalb des Unternehmens.

Prozesse, Organisation und Anforderungen müssen an das angestrebte Primärziel angepasst werden

Um Technologieprojekte, die eine hohe Marktattraktivität aufweisen, aber wenig eigene Kompetenz enthalten, erfolgreich zu meistern, muss ein Umdenken im Unternehmen stattfinden. Prozesse, Organisation und Anforderungen müssen an das angestrebte Primärziel angepasst werden. Dabei werden einzelne Prozessschritte weggelassen, verkürzt oder zusammengefasst.

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