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Geschäftszahlen Technotrans nur knapp unter Vorjahresniveau

Redakteur: Melanie Krauß

Der Konzernumsatz von Technotrans lag im ersten Halbjahr nur leicht unter dem Vorjahr. Insbesondere bei Maschinenherstellern und Endkunden der Druckindustrie gab es jedoch größere Auftragseinbrüche.

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Eine genaue Prognose für das Jahr 2020 ist laut Michael Finger, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE, durch Corona nur schwer möglich.
Eine genaue Prognose für das Jahr 2020 ist laut Michael Finger, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE, durch Corona nur schwer möglich.
(Bild: technotrans SE)

Der Technotrans-Konzern hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres einen Konzernumsatz von 95,1 Mio. Euro (Vorjahr: 102,6 Mio. Euro) erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ging dieser um 7,3 % zurück. Trotz coronabedingter Beeinträchtigungen realisierte Technotrans im Berichtszeitraum ein positives operatives Konzernergebnis (Ebit) in Höhe von 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Die Ebit-Marge lag bei 3,0 % (Vorjahr 4,0 %). Die bereinigte operative Ebit-Marge konnte von 4,0 % auf 4,2 % gesteigert werden.

Auswirkungen von Corona auf die einzelnen Segmente

Nach einem guten Jahresauftakt wirkte sich Covid-19 im zweiten Quartal empfindlich auf das Segment Technology aus. Der im Berichtszeitraum erzielte Umsatz von 69,4 Mio. Euro lag 5,3 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 73,3 Mio. Euro. Das operative Segmentergebnis betrug -0,7 Millionen Euro nach -0,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die Ebit-Marge ging von -0,2 % auf -1,0 % zurück.

Covid-19 beeinträchtigte aufgrund behördlich vorgeschriebener, weltweiter Reisebeschränkungen auch massiv das Segment Services. Gegenüber dem Vorjahr ging der Umsatz auf 25,7 Mio. Euro (Vorjahr: 29,3 Mio. Euro) um 12,1 % zurück. Das Segment-Ebit erreichte 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) bei einer Ebit-Marge von 13,6 % (Vorjahr: 14,5 %).

Covid-19 führte im ersten Halbjahr 2020 insbesondere zu geringeren Umsatz- und Auftragsvolumina mit Maschinenherstellern und Endkunden der Druckindustrie. Der Anteil am Konzernumsatz, der Equipment und Service-Dienstleistungen umfasst, ging spürbar auf 35 % zurück (Vorjahr: 40 %).

Das Geschäft im Bereich Laser- und Werkzeugmaschinen zeigte entgegen dem allgemeinen Markttrend einen insgesamt erfreulichen Verlauf auf Vorjahresniveau. Die erfolgreiche Akquisition von Neukunden und ein kontinuierlich wachsendes EUV-Geschäft („Extreme Ultra Violet“-Verfahren der Halbleiter-Herstellung) wirkten stabilisierend.

Im Rahmen der Erwartungen entwickelte sich der Kunststoffbereich. Die Technotrans-Konzerngesellschaften realisierten gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum.

In den Wachstumsmärkten hat Technotrans im Bereich Elektromobilität Serienaufträge im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich gewonnen und baute seine führende Position in der Bahntechnik weiter aus.

In der Medizin- und Scannertechnik wurde der Vorserienauftrag für das neue System zur Blutkühlung unterzeichnet. Erste Geräte sollen ab dem vierten Quartal 2020 zur Auslieferung kommen. Auch der Absatz von Kühlanlagen für Gepäckscanner, die an Flughäfen eingesetzt werden, entwickelte sich erfreulich.

Ausblick

„Technotrans setzt sich auch in einem politisch und wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ehrgeizige Ziele“, so Michael Finger, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE. „Die Ungewissheit hinsichtlich der weltweiten Ausbreitung und den Folgen von Covid-19 erschwert allerdings eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung für das Jahr 2020.“

Entsprechend der allgemeinen Markterwartung für das zweite Halbjahr rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 mit einem spürbaren Rückgang des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr. Unter der Voraussetzung, dass es im weiteren Geschäftsverlauf zu keinem zweiten Lockdown aufgrund der Covid-19-Pandemie kommt, sei ein positives operatives Konzernergebnis (Ebit) zu erwarten. Eine ausreichende Liquiditätsausstattung sei sichergestellt. Zum Jahresende soll ein positiver Free Cashflow erreicht werden. Der Vorstand hält zudem daran fest, mittelfristig durch organisches Wachstum und Wahrnehmung von M&A-Möglichkeiten einen Konzernumsatz von 250 bis 300 Mio. Euro zu realisieren.

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