Gebrauchtmaschinen Werkzeugmaschinen mit Retrofit auf den neuesten Stand bringen

Redakteur: Claudia Otto

Ein Werkzeugmaschinenhersteller aus Baden-Württemberg schärft sein Profil als Retrofit-Experte. Dazu baut er seine Dienstleistungen auf diesem Gebiet aus. Um das Servicegeschäft weiter anzukurbeln, hat der Hersteller das bestehende Serviceteam erweitert und es zusätzlich mit Vertriebsmitarbeitern verstärkt.

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Beim Retrofit verpasst MAG den in die Tage gekommenen Maschinen ein komplettes technologisches Update, im Bild eine eine Boehringer-Drehmaschine VDF 32 M.
Beim Retrofit verpasst MAG den in die Tage gekommenen Maschinen ein komplettes technologisches Update, im Bild eine eine Boehringer-Drehmaschine VDF 32 M.
(Bild: MAG)

Am Standort Göppingen betreibt MAG seit mehr als 20 Jahren ein Retrofit-Center. Dort bringt das Unternehmen ältere Anlagen und Bearbeitungszentren wieder auf den aktuellen Stand der Technik, überholt die Maschinen bis hin zum kompletten Retrofit. Für bestehende Anlagen ist ein Retrofit oftmals sinnvoller als die Anschaffung einer neuen Maschine. Denn durch den Austausch von veralteten Komponenten und dem Hinzufügen von Weiterentwicklungen erhalten solche Maschinen und Bearbeitungszentren ein Technologie-Update, das sie fit macht für weitere zehn bis zwölf Jahre.

Der Vorteil der Modernisierung der Anlage liegt in der Erhöhung der Produktivität bei geringeren Kosten als bei einer Neuanschaffung. Die stabile Grundsubstanz der Maschine bleibt erhalten, und bei großen Anlagen, beispielsweise Transferstraßen in der Automobilindustrie, entfallen die hohen Ersatzinvestitionen für die Fundamentherstellung oder das Maschinenbett. Steht der Kunde also vor der Entscheidung, eine Maschine zu ersetzen, weil sie beispielsweise die geforderten Stückzahlen nicht halten kann, hat er zwei Möglichkeiten: entweder holt er sich eine neue, die teuer ist und auf die er auch noch lange warten muss. Oder er kauft sich eine VDA-konforme Retrofit-Maschine von MAG, die vielleicht nur 80 oder 90 % der gewünschten Spezifikationen erfüllt. Diese steht ihm jedoch sofort zur Verfügung und kostet zudem bis zu 30 % weniger als eine komplett neue Anlage.

Dokumentation inklusive Zeichnungen sollte vorliegen

Welche Variante die richtige ist, klären die Retrofit-Experten von MAG jeweils direkt beim Kunden. Die spezialisierten MAG-Konstrukteure können nach Angaben des Unternehmens mit ihrer langjährigen Erfahrung sehr gut abschätzen, was möglich ist - auch an Fremdmaschinen. Da komme immer die Investitionsbetrachtung mit ins Spiel. Reiche das geplante Budget nicht für den Erwerb einer Neumaschine, werde im Rahmen des Retrofit die bestmögliche Lösung gesucht. Wichtige Voraussetzung bei Fremdmaschinen: Die Dokumentation inklusive Zeichnungen muss vorliegen, das gilt umso mehr für Sondermaschinen. Doch selbst wenn für Maschinen anderer Hersteller einmal keine Dokumentation vorliegt,seien die Konstrukteure von MAG in der Lage, die Maschinen zu bewerten und das Overhauling beziehungsweise Retrofit durchzuführen.

Das strikte Einhalten des Zeit- und Kostenplans ist für MAG eine Selbstverständlichkeit. Alle Termine entsprechen realistischen Zeitvorgaben, so dass der Kunde keine bösen Überraschungen in Form von Produktionseinbußen oder gar längeren Produktionsausfällen erlebt. Eine Austauschbaugruppe wie die gesamte Spindeleinheit werde von dem Spezailsten beispielsweise innerhalb einer Woche im Produktionszyklus ausgebaut. Der Vorteil hierbei: die eigene Komponentenfertigung bei Corcom am Standort Rottenburg bei Tübingen. MM

* Weitere Informationen: MAG IAS GmbH, 73033 Göppingen,Uwe Fischer, Tel: (0 71 61) 2 01-24 01, uwe.fischer@mag-ias.com

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