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ZVEI Trendanalyse zeigt stabilen Welt-Mikroelektronikmarkt

Trendanalyse zeigt stabilen Welt-Mikroelektronikmarkt. Für die nächsten Jahre wird ein Zuwachs von jährlich etwa 5 % erwartet. Allerdings gab der Markt 2019 um 12,1 % nach.

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Trendanalys Mikroelektronik bis 2024.
Trendanalys Mikroelektronik bis 2024.
(Bild: ZVEI)

„Wenngleich der Wachstumspfad des weltweiten Mikroelektronikmarkts im langjährigen Trend intakt ist, so hat dieser 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 % auf 412 Mrd. US-Dollar nachgegeben“, so Dr. Sven Baumann, ZVEI-Experte für Mikroelektronik, Sensorik und Aktorik, anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Mikroelektronik-Trendanalyse des ZVEI. Einen besonders starken Rückgang verzeichneten Speicherchips, die 2017 und 2018 noch stärkste Umsatztreiber waren.

Auf Nachfrage des MM erläuterte Baumann, dass dies 2017/18 vor allem an einer etwas höheren Nachfrage an Speicherchips lag, die zu höheren Preisen und damit zu einem Umsatzzuwachs führten, die daraufhin erhöhte Produktion führte 2019 wieder zu fallenden Preisen und Umsatzeinbußen. Doch insgesamt legte der Weltmarkt von 2014 bis 2019 von 336 auf 412 Mrd. US-Dollar zu, was einem jährlichen durchschnittlichen Wachstum von 4,2 % entspricht. Für die nächsten Jahre wird aufgrund der zunehmenden Digitalisierung ein Zuwachs von jährlich etwa 5 % erwartet.

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Der europäische Markt hatte 2019 ein Volumen von rund 40 Mrd. US-Dollar. Zwischen 2014 und 2019 betrug sein mittleres jährliches Wachstum 1,2 %. Auffallend ist laut Baumann eine seit 2015 zu beobachtende Konsolidierung des europäischen Anteils am Gesamtumsatz der Industrie.

In Europa liegt der Fokus auf den Wachstumsfeldern Automobil- und Industrieelektronik

Unverändert liegt in Europa der Fokus auf den Wachstumsfeldern Automobil- und Industrieelektronik – beim Einsatz von Halbleitern für Automobilelektronik ist der Kontinent weltweit führend. Beide Bereiche lassen auch in den kommenden fünf Jahren hohe Zuwächse erwarten. Vor allem Industrie 4.0 und das Internet der Dinge sind Treiber dieser Entwicklung.

Auch in der Mikroelektronikindustrie sind erste Anzeichen der weltweiten Covid-19-Krise sichtbar, wenngleich das erste Quartal 2020 stabil blieb. In Bereichen der Medizintechnik und Homeoffice-Anwendungen wird Mikroelektronik weiterhin stark nachgefragt.

Forschung und Entwicklung müssen in Europa und Deutschland ausgebaut werden

Um in den kommenden Jahren weitere Zuwächse zu erwarten, ist die in Deutschland und Europa gegenwärtig bestehende Forschung, Entwicklung und Produktion zu erhalten und auszubauen. Auch weitere Investitionen in den Produktionsstandort Europa sind notwendig. Bereits erfolgreich ergriffene Maßnahmen wie das IPCEI-Mikroelektronik und die europäische Forschungsgemeinschaft ECSEL müssen weiter geschärft und finanziell zukunftsfest ausgestaltet werden.

Diese Presseinformation sowie die ZVEI-Mikroelektronik-Trendanalyse finden Sie im Internet unter www.zvei.org/presse.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt