Nachschub rollt Trotz Kritik – Sonntagsfahrverbot ist zunächst aufgehoben

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Seit einiger Zeit versiegt das Wasser in den Flüssen, wichtige Transporte liegen sozusagen auf Grund. Deshalb dürfen Lkw jetzt wieder an Sonn- und Feiertagen fahren ...

Vom Schiff auf die Straße! Die temporäre Aufhebung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen hat die Politik nun für einige Wochen außer Kraft gesetzt, damit die Lieferketten aufgrund des anhaltenden Niedrigwassers in den Flüssen nicht zerreißen ...(Bild:  KI-generiert)
Vom Schiff auf die Straße! Die temporäre Aufhebung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen hat die Politik nun für einige Wochen außer Kraft gesetzt, damit die Lieferketten aufgrund des anhaltenden Niedrigwassers in den Flüssen nicht zerreißen ...
(Bild: KI-generiert)

Aufgrund des dauerhaften Niedrigwassers müssen derzeit viele Frachtschiffe ihre Ladung reduzieren. Zusätzliche Transportmöglichkeiten auf der Straße werden nun Entlastung bringen, wie Politik und betroffene Unternehmen hoffen. Deshalb ist seit Kurzem in mehreren Bundesländern das Fahrverbot für bestimmte Lkw an Sonn- und Feiertagen vorübergehend aufgehoben. Gestern am 9. August sind deshalb bereits einige Laster auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen zu sehen gewesen. Denn das NRW-Verkehrsministerium hatte das Fahrverbot am Freitag für Beförderungen sowie Leerfahrten, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit der Bewältigung der Folgen des Niedrigwassers am Rhein stehen, aufgehoben, damit die Lieferketten nicht reißen.

Die Industrie begrüßt, dass Lkw an Sonntagen fahren dürfen

Industrieverbände sind froh über diese Entscheidung. „Wir sind im Gegensatz zu Schiff und Bahn nicht an feste Wege gebunden und werden die Waren dorthin bringen, wo sie benötigt werden“, kommentierte Bernhard Philipps, Vorsitzender des Verbands Spedition und Logistik NRW, im Gespräch mit dem WDR. Und der BDI-Vertreter Holger Lösch sagte der Rheinischen Post, dass die Verlagerung von Gütern auf Schiene und Straße während des Niedrigwassers die Auswirkungen abmildern und Wertschöpfungsketten stabilisieren wird. Jedoch würden fehlende Transportkapazitäten auf den Wasserstraßen nicht vollständig aufgefangen werden können. Trotz der vorübergehenden Notsituation stehen einige auf, um zu kritisieren. Unmut kommt von der Gewerkschaft Verdi, denn nach deren Meinung geht diese Entscheidung zu Lasten der Beschäftigten im Transport- und Logistikgewerbe und stellt die gesetzlich geschützten Sonn- und Feiertage als Tage der Ruhe und Erholung in Frage – obwohl das Ganze nur vorübergehend sein wird.

Lkw dürfen bis maximal Ende September an Sonntagen fahren

Außer Nordrhein-Westfalen haben bisher auch Niedersachsen sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland das Sonn- und Feiertagsfahrverbot vorübergehend gelockert. Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) bei einem Treffen mit Wirtschaftsverbänden und Unternehmen Sofortmaßnahmen angekündigt, um Lieferketten auf wichtigen Wasserstraßen wie Rhein, Donau und Elbe aufrechtzuerhalten. Die Regelung ist in NRW und Niedersachsen zunächst bis zum 31. August beschränkt. Auch dürften in NRW Lkw in den Sommerferien auch samstags fahren. In Rheinland-Pfalz und im Saarland gelten die Ausnahmegenehmigungen bis längstens 30. September.

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