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Pumpenantriebe

Variantenvielfalt im Griff

| Autor/ Redakteur: Daniel Gontermann / Stefanie Michel

Pumpen mit Asynchronmotoren arbeiten mit vom Netz vorgegebener konstanter Drehzahl. Dazu muss im Vorfeld jede Pumpe mechanisch an den Betriebspunkt angepasst sein, was eine große Variantenvielfalt nach sich zieht. Ein neues Antriebskonzept soll diese Komplexität verringern und somit die Kosten senken.

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Bild 1: Wassernormpumpen, die mit einer konstanten Motordrehzahl arbeiten: Für sie gibt es ein neues Antriebskonzept.
Bild 1: Wassernormpumpen, die mit einer konstanten Motordrehzahl arbeiten: Für sie gibt es ein neues Antriebskonzept.
(Bild: KSB Aktiengesellschaft)

Annähernd 70 % aller Normpumpen arbeiten heute in Anwendungen mit konstantem Förderstrom mit einer konstanten Motordrehzahl. Diese Pumpen werden üblicherweise von Asynchronmotoren der Effizienzklasse IE3 angetrieben. Auf der Hannover Messe 2017 präsentiert KSB eine smarte Antriebslösung, welche mit dieser hundertjährigen Tradition bricht, die Variantenkomplexität reduziert und dabei die Planungssicherheit für den Anlagenbauer erhöht. Das macht die neue sogenannte „My Flow Technology“ vor allem für Erstausrüster interessant (Bild 2).

Pumpen auf konkrete Bedingungen in der Anlage hin optimieren

Bei der neuen Technologie handelt es sich um nichts weniger als einen Paradigmenwechsel. Passt man bei ungeregelten Anwendungen üblicherweise die Pumpe mit ihrem Laufrad durch zerspanende Bearbeitung an den Betriebspunkt an, stellt man bei der neuen Technologie die gewünschte Förderhöhe und die Fördermenge mittels individueller Festdrehzahl über den Motor ein.

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Der Vorteil liegt auf der Hand. Jetzt können Pumpen nach dem Fertigungsprozess auf konkrete Bedingungen in einer Anlage hin optimiert werden, anstatt das Laufrad wie bisher in der Produktion auf einen planungsseitig berechneten Betriebspunkt abzudrehen (Bild 3). Zu diesem Zweck hat der Frankenthaler Pumpenhersteller einen kostengünstigen, motormontierten Minimalfrequenzumrichter mit seinem Synchronreluktanzmotor und der jüngsten Generation seiner Etanorm-Pumpenbaureihe kombiniert.

Neue Technologie reduziert Gehäusegrößen von 43 auf 18

Der Asynchronmotor zeichnet sich vor allem durch eine hohe Effizienz am Bemessungspunkt aus. Er ist simpel konstruiert, leicht zu warten, erreicht hohe Standzeiten und ist dabei günstig im Anschaffungspreis. Aus den durch das Stromnetz vorgegebenen Frequenzen von 50 Hz beziehungsweise 60 Hz und den üblichen Polzahlen dieses Motortyps – zwei- oder vierpolig – ergeben sich 1450 oder 2950 min-1. Aufgrund des sogenannten Schlupfes laufen die Rotoren etwas langsamer als das sie umgebende Magnetfeld.

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