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Auslandsinvestitionen

Vereinigte Arabische Emirate rollen Investoren den roten Teppich aus

| Autor/ Redakteur: Manik Mehta / Jürgen Schreier

Die freien Handelszonen der Vereinigten Arabischen Emiraten wollen ausländische Industrieunternehmen anlocken Der Maschinenbauer Binos GmbH hat sich nun als erstes deutsches Unternehmen für die Errichtung eines Werks in der Freizone Kizad (Abu Dhabi) entschieden.

Sheikha Luba, Ministerin für Außenhandel der VAE (m.); Mohamed Omar, Undersecretary beim Department for Economic Development der VAE ( l.); Khaled Salmeen Al-Kawari, Executive Vice President Kizad (r.).
Sheikha Luba, Ministerin für Außenhandel der VAE (m.); Mohamed Omar, Undersecretary beim Department for Economic Development der VAE ( l.); Khaled Salmeen Al-Kawari, Executive Vice President Kizad (r.).
(Bild: Kizad)

Auf der Hannover-Messe 2012 waren die freien Handelszonen der Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) durch ihre starke Präsenz aufgefallen. Mit attraktiven Angeboten warben sie um ansiedlungswillige ausländische Industrieunternehmen.

Vereinigte Arabische Emirate wollen Fertigungsindustrie ansiedeln

Der Auftritt der freien Handelszonen in Hannover war Teil einer langfristigen Strategie der VAE-Regierung, die ihre öl- und gasabhängige Wirtschaft langsam aber konsequent diversifizieren will. Die VAE-Regierung zielt auf die Fertigungsindustrie ab.

Die für die Entwicklung von Häfen und Industriezonen zuständige Abu Dhabi Ports Company (ADPC) unterstützt die Diversifizierung der Wirtschaft von Abu Dhabi - insbesondere die in den Häfen und Industriezonen tätigen Partner bei Infrastrukturprojekten, Unternehmensgründungen und Joint Ventures. Die 2006 gegründete ADPC ist Bestandteil der Restrukturierung des kommerziellen Hafensektors von Abu Dhabi.

Die Khalifa Industrial Zone Abu Dhabi (Kizad) ist eine 417 km² große Industriezone, die zwischen Abu Dhabi und Dubai liegt. Zur Kizad-Infrastruktur gehören ein moderner Tiefwasserseehafen und eine multimodale Architektur. Die Bauphase 1 mit einem Aereal über 51 Km² und einem Industrievolumen von 7,2 Mrd. US-Dollar wird voraussichtlich im vierten Quartal 2012 beendet sein.

Freizone Kizad spielt wichtige Rolle für Wirtschaft der Emirate

Die Freizone Kizad gilt als eine „Säule“ der Economic Vision 2030 der Regierung von Abu Dhabi. Bis 2030 soll Kizad bis zu 15 % zum Bruttionlandsprodukt von Abu Dhabi (ohne Öleinnahmen) beitragen.

Khaled Salmeen Al-Kawari, der bei der ADPC für die Entwicklung der Industriezone zuständige Executive Vice President, hob die „wichtige Rolle” der Kizad für die Wirtschaft der Emirate.

In einem Gespräch mit MM Maschinemarkt auf der Hannover-Messe erklärte Al-Kawari, der Khalifa-Hafen werde in Phasen aufgebaut. „Mehr als 92 % der Infrastruktur der Kizad ist bereits fertig. Das ist schneller als wir ursprünglich geplant haben. Wir wollen Industriebetriebe nach Abu Dhabi locken. Da wir lediglich 25 km vom Abu-Dhabi-Flughafen entfernt sind und nahe zum Khalifa-Seehafen liegen, gibt es ausgezeichnete Vorteile für deutsche Industrieunternehmen im Hinblick auf Produktion sowie Gütertransport,” so Al-Kawari.

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