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Virtual Reality Virtuelle Schreibmöglichkeiten im Benutzertest

| Redakteur: Rebecca Vogt

In einer zweistufigen Studie haben Wissenschaftler das Schreiben in der virtuellen Realität erforscht. Ziel war es, herauszufinden, welche Handdarstellung von den Nutzern bevorzugt wird. Außerdem warfen die Forscher einen Blick darauf, wie die virtuelle Realität das Schreiben verändern könnte.

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Die Darstellung der Hände wirkt sich auf die Qualität der virtuell geschriebenen Texte aus. Im Bild von links oben nach rechts unten: keine Hände, virtuelle Hände, Fingerspitzen als Punkte, eigene Hände.
Die Darstellung der Hände wirkt sich auf die Qualität der virtuell geschriebenen Texte aus. Im Bild von links oben nach rechts unten: keine Hände, virtuelle Hände, Fingerspitzen als Punkte, eigene Hände.
(Bild: Hochschule Coburg)

Die Kommunikation in Form von Text ist wesentlicher Bestandteil unseres Privat- und Arbeitslebens. Täglich schreiben wir mit Tastaturen. Sowohl am Computer als auch auf dem Smartphone ist die Eingabe von Text eine der zentralen Funktionen. In der virtuellen Realität (VR), die immer stärker in unseren Alltag vordringt, ist das Schreiben bisher wenig erforscht. Wissenschaftler der Hochschule Coburg, der Universität Passau, der Universität Cambridge und von Microsoft haben jetzt getestet, welche Modelle sich für das virtuelle Schreiben am besten eignen.

Die Forscher um Prof. Dr. Jens Grubert von der Hochschule Coburg führten zwei Studien mit je 24 Probanden durch. Darin untersuchte das Team zum einen, wie sich die Darstellung der Hände in der virtuellen Realität auf das Schreiben auswirkt. Zum anderen, wie schnell man virtuell schreiben kann. Insgesamt werteten die Forscher 48 h Schreibverhalten aus, wie die Hochschule Coburg mitteilt.

Virtuelles Schreiben reduziert die Schreibgeschwindigkeit

Als besonders geeignet für die Darstellung der Hände zeigten sich dabei in der ersten Studie zwei Varianten: Wenn die Probanden ihre eigenen Hände eingeblendet sahen oder wenn ihre Fingerspitzen auf der Tastatur als Punkte angezeigt wurden, machten sie deutlich weniger Fehler beim Schreiben. Als unpassender erwiesen sich die Varianten, die Hände komplett virtuell darzustellen oder stattdessen nur die Berührungseffekte auf der Tastatur anzuzeigen, heißt es.

Ziel der zweiten Studie war, herauszufinden, ob und wie die virtuelle Realität das Schreiben verändert. Dabei zeigte sich, dass Nutzer beim virtuellen Schreiben langsamer tippen. Die Probanden erreichten etwa 60 % ihrer Schreibgeschwindigkeit auf einer Tastatur und circa 40-45 % ihrer Schreibgeschwindigkeit auf einem Touchscreen.

Die Forscher fanden eigenen Angaben zufolge jedoch auch heraus, dass die Nutzer ihre Schreibfähigkeiten schnell in die virtuelle Realität übertragen können und dass es nicht darauf ankommt, wo sich die virtuelle Tastatur befindet. Wer beim Schreiben Tastatur und Text frontal vor sich sieht, kann dazu versetzt – zum Beispiel auf der Tischoberfläche – tippen.

Die Ergebnisse der Studien wird das internationale Forscherteam im März auf der Konferenz IEEE VR 2018 präsentieren.

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