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Die Entwicklung der Robotik Vom Maschinenmenschen zur Menschmaschine

| Autor/ Redakteur: Annedore Munde / Jürgen Schreier

Der Wunsch nach einer Automatisierung von Arbeitsvorgängen reicht weit zurück. Bereits aus der Antike sind automatische Theater- und Musikmaschinen bekannt. Ende des 19. Jahrhunderts sollte die Kriegsführung mit fernbedienbaren Torpedos automatisiert werden. Heute ist der Roboter in der Gesellschaft allgegenwärtig.

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Der englische Ing.-Kapitän W.H. Richards führt seinen künstliche Maschinenmenschen „Robot“ 1930 im Berliner Wintergarten vor.
Der englische Ing.-Kapitän W.H. Richards führt seinen künstliche Maschinenmenschen „Robot“ 1930 im Berliner Wintergarten vor.
(Bild: commons.wikimedia.org/Bundesarchiv)

Die Robotik ist heute eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entwicklung von Robotern beschäftigt. Sie umfasst die mechanische Modellierung, die Regelung und die elektronische Steuerung. Dabei nutzt sie Erkenntnisse der Informatik (insbesondere der Künstlichen Intelligenz), der Elektrotechnik und des Maschinenbaus. Ziel der Robotik ist es, durch eine entsprechende Programmierung ein gesteuertes Zusammenarbeiten der Roboter-Elektronik und Roboter-Mechanik sicherzustellen.

Menschliche Arbeit soll durch mechanische Systeme ersetzt werden

Das Ergebnis dieser Entwicklungen, der Roboter, ist heute in vielen Alltagsbereichen selbstverständlich. Und der Grund für den Einsatz ist überall der gleiche: Roboter sollen diejenigen Arbeiten übernehmen, die für Menschen zu gefährlich, zu kompliziert, zu schwer, zu schmutzig oder auch zu stupide sind. Durch den Einsatz der Roboter sollen nicht nur Kosten und Zeit gespart werden sondern auch gleichbleibende Qualitäten sichergestellt werden. Doch wie bei vielen anderen technischen Entwicklungen, beginnt auch die Geschichte der Roboter mit einer Fiktion.

Bereits 1920 nannte der tschechische Schriftsteller Karel Ĉapek die Maschinenmenschen in seinem Theaterstück Rossums Universal Robots (R.U.R.). In dem Drama werden sie künstlich herangezüchtet, um an Stelle von Menschen in der Industrie zu arbeiten. 1926 war mit dem Film "Metropolis" dann das erste Mal eine menschliche Maschine auf die Kinoleinwand zu sehen. Berühmtheit erlangten die Roboter jedoch durch Isaac Asimov. Er war ein russisch-amerikanischer Biochemiker, Sachbuchautor und einer der bekanntesten Science-Fiction-Schriftsteller seiner Zeit (1920-1992).

Eine einheitliche Definition für den Roboter gibt es nicht

Eine einheitliche Definition für den Roboter gibt es nicht und die offiziellen Definitionen unterscheiden sich. So sagt das Robotics Institute of America (RIA): „Ein Roboter ist ein programmierbares Mehrzweck-Handhabungsgerät für das Bewegen von Material, Werkstücken, Werkzeugen oder Spezialgeräten. Der frei programmierbare Bewegungsablauf macht ihn für verschiedenste Aufgaben einsetzbar.“

Die Definition nach VDI (Richtlinie 2860) lautet: „Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen beziehungsweise Winkeln frei (d.h. ohne mechanischen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen.“

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