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Die Entwicklung der Antriebstechnik Von der Muskelkraft zum Servoantrieb

| Autor/ Redakteur: Annedore Munde / Jürgen Schreier

Noch vor 200 Jahren nutzte der Mensch, um Dinge anzutreiben, neben der eigenen Muskelkraft die Kraft der Tiere und Phänomene der Natur wie den Wind, Flussströmungen oder die Schwerkraft. Im 19. Jahrhundert gelang dann ihr Durchbruch. Neben den Maschinen in den Fabriken wurden auch Lokomotiven und Schiffe mit Dampfmaschinen betrieben bis Verbrennungs- und Elektromotoren diese ablösten.

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Der Elektromotor SMG180/120 von Bosch ist ein kompaktes Kraftpaket für den Antriebsstrang von Elektroautos. Er wiegt nur 32 kg und passt in einen handelsüblichen Schulrucksack.
Der Elektromotor SMG180/120 von Bosch ist ein kompaktes Kraftpaket für den Antriebsstrang von Elektroautos. Er wiegt nur 32 kg und passt in einen handelsüblichen Schulrucksack.
(Bild: Bosch)

Ein Antrieb realisiert die Wandlung einer Energieform oder Bewegungsform in eine andere. Dabei ist die Antriebstechnik die technische Disziplin, die sich mit den entsprechenden technischen Systemen für diese Umwandlung auseinander setzt. So simpel, wie die Antriebstechnik heute beschrieben wird, war das nicht immer.

Noch vor 200 Jahren kannten die Menschen weder Erdgas noch Strom und der Antrieb als solcher basierte entsprechend auf anderen Gegebenheiten. Neben der eigenen Muskelkraft nutzte man beispielsweise schon früh die Kraft der Tiere. Seit mehreren tausend Jahren setzten die Menschen Pferde oder Esel ein, um zu reiten, Lasten zu transportieren oder Arbeiten wie das Pflügen zu verrichten. Und noch heute sind Tiere in vielen Weltgegenden die wichtigsten Transportmittel.

Natürliche Phänomene wurden schon früh für verschiedene Antriebe genutzt

Aber auch Phänomene der Natur wie den Wind, Flussströmungen oder die Schwerkraft machten sich die Menschen zu Nutzen. So haben seit Alters her kluge Köpfe versucht, natürliche Phänomene für den Antrieb zu nutzen. Mit der Kraft des Windes wurden beispielsweise Schiffe angetrieben. Bereits die alten Ägypter waren mit Segelschiffen auf dem Nil unterwegs.

Lange Zeit waren Segel im Einsatz, die den Wind nur von hinten nutzen konnten. Die Schiffe wurden quasi vom Wind geschoben. Blies der Wind von vorne oder schräg von vorne, dann gab es kein Vorwärtskommen. Im 8. und 9. Jahrhundert kamen dann Segel auf, die so geschnitten waren, dass sie auch den Wind schräg von vorne nutzen konnten und damit konnte man dann auch gegen den Wind segeln. Weitere natürliche Phänomene sind Strömungen von Flüssen, die ebenfalls für die Schifffahrt genutzt wurden.

Der Beginn der Industrialisierung und die Entwicklung der Antriebstechniken

Unter Ausnutzung der Schwerkraft baute Adolf Bleichert im Jahr 1872 seine erste, von einem gesonderten Zugseil bewegte Bahn in Teutschenthal bei Leipzig. Durch die Weiterentwicklung dieses Systems wurden Drahtseilbahnen bald für den Transport von Rohstoffen wie zum Beispiel Erzen und Kohle oder Baumstämmen eingesetzt, aber auch für die Beförderung von Personen.

Auch das Ballonfahren nutzt physikalische Phänomene. Für den Auftrieb werden Gaseigenschaften genutzt. So ist heiße Luft leichter als kalte (Heissluftballon). Zudem gibt es Gase wie Helium oder Wasserstoff, die leichter sind als Luft, beispielsweise (Gasballone). Für die Fortbewegung über Grund wurde dann der Wind genutzt.

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