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Lineartechnik

Warum IMI Precision Engineering das Portfolio um elektromechanische Antriebe ergänzt

| Autor/ Redakteur: Rainer Rentschler, Stephan Merkelbach / Ute Drescher

Elektromechanische Antriebe spielen ihre Stärken immer dann aus, wenn es um komplexe Bewegungsabläufe geht. IMI Precision Engineering ergänzt das Portfolio daher um einen elektromechanischen Zylinder.

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IMI Precision Engineering ergänzt das Portfolio um Elektrozylinder auf Basis der ISO 15552.
IMI Precision Engineering ergänzt das Portfolio um Elektrozylinder auf Basis der ISO 15552.
(Bild: Copyright © Gareth Walker 2018/IMI Precision Engineering)

Die Anforderungen an moderne Maschinen und Anlagen wachsen stetig. Im Zuge der Flexibilisierung von Produktionsanlagen reicht ein "einfaches" zyklisches Verfahren zwischen zwei Endpositionen, wie man es aus der Pneumatik kennt, häufig nicht mehr aus.

Immer dann, wenn es um komplexere Bewegungsabläufe geht, spielen elektromechanische Antriebe ihre Stärken aus. Das Zusammenspiel von Servoregler und -motor sowie des mechanischen Linearantriebs bietet neben der einfachen und genauen Positionierung auch die Möglichkeit, die erzeugte Kraft und die Geschwindigkeit der Bewegung flexibel zu regeln. Durch die Unterstützung verschiedener Busprotokolle ist eine Anbindung an die Maschinen- oder Anlagensteuerung auf einfache Weise möglich.

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IMI Precision Engineering hat jahrzehntelange Erfahrung in der pneumatischen und hydraulischen Antriebstechnik. Aber auch elektrische Antriebe sind für das Unternehmen mit der Antriebsserie „Lintra“ kein Neuland.

Neu ist die Erweiterung des Portfolios um elektromechanische Zylinder sowie die Partnerschaft mit einem weltweit führenden Hersteller von Servomotoren und Servoumrichtern. Die Serie IMI Norgren Elion – entwickelt, produziert und geprüft am deutschen Hauptsitz in Alpen – ergänzt das bestehende Zylinderportfolio und versetzt das Unternehmen in die Lage, wirklich alles "aus einer Hand" anzubieten.

Elektromechanische Zylinder einfach in bestehende Maschinen integrieren

Pluspunkt für den Anwender: Auch wenn ein elektromechanischer Zylinder aufgrund des angebauten Motors nicht genau der ISO15552 für Pneumatikzylinder entsprechen kann, kommen die äußeren Maße des Elion dieser Norm sehr nahe. Die mechanischen Anschlussstellen am Zylinderprofil sowie das Kolbenstangengewinde entsprechen den Maßen der entsprechenden pneumatischen Zylinder. Aufgrund des mechanischen Antriebs und der Anbindung des Motors weicht die Einbaulänge jedoch von den bekannten pneumatischen Baureihen ab. Die Befestigungselemente aus dem Pneumatik-Sortiment, wie die des ISO-Zylinders ISO-Line, sind weitestgehend kompatibel.

Zylinder-Baugrößen und Spindelsteigungen decken Kundenbedürfnisse ab

Überhaupt ist der neue IMI Norgren Elion breit aufgestellt. Neben sechs Zylinder-Baugrößen (Ø32 …Ø100), gibt es diverse Spindelsteigungen, mit denen sich die Bedürfnisse der Kunden abdecken lassen. Die Zylinder werden mit Hüben von 100 mm bis 1500 mm und Kräften bis 30,4 kN angeboten. Optional sind die Antriebe mit internem Kolbenstangengewinde, Kolbenstangenverlängerung oder Faltenbalg auf der Kolbenstange verfügbar. Auf die Antriebe abgestimmte Servomotoren runden das Portfolio ab. Die Servomotoren sind mit verschiedenen Feedback-Systemen sowie mit oder ohne Haltebremse erhältlich. Auch die Servoumrichter sind flexibel an die Kundenanforderungen anpassbar. So kann aus sechs verschiedenen Kommunikationsprotokollen gewählt werden. Overengineering wird vermieden.

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Warum Vibration und Lautstärke ein Thema sind

Ziel bei der Entwicklung des IMI Norgren Elion war die weitestmögliche Reduktion von Vibrationen und Laufgeräuschen. Dieses Ziel wurde erreicht. Vibrationen sind im Antrieb unerwünscht, da sie unter anderem einen negativen Einfluss auf die Genauigkeit haben. Deshalb ist die Auswahl geeigneter Führungselemente und Lager besonders wichtig. Auch führen Vibrationen zu einer erhöhten Lautstärkeentwicklung. Die Vermeidung einer erhöhten Lautstärkeentwicklung dient dem Schutz der Arbeiter an der Anlage, in der die Antriebe eingesetzt werden. Vibrationen können sich weiterhin auf die gesamte Anlage übertragen und dort Beschädigungen hervorrufen. Letzten Endes steigen auch die Belastungen auf den Antrieb durch Vibrationen, was wiederum die Lebensdauer der Antriebe beeinträchtigen kann.

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