Unternehmenssanierung

Was tun, wenn die Firma wackelt?

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Herr Mewes, wenn sich ein Unternehmen in einer Schieflage befindet und zu Ihnen kommt – was passiert dann?

Mewes: Das ist ähnlich eines ganzheitlichen Gesundheits-Checks, bei dem man zum Arzt geht und sagt: „Herr Doktor, ich fühl mich schlecht, aber weiß nicht so richtig, woran das liegt…“ Wir stellen alle Unternehmensbereiche auf den Prüfstand und schauen, wie das Unternehmen aufgestellt ist, welche Risiken und Handlungsmaßnahmen es gibt, welche Probleme existieren und welche noch hinzukommen können. Bereits während dieser Zeit erarbeiten wir erste Maßnahmen, definieren Verantwortliche und gehen in die Umsetzung. Parallel dazu erarbeiten wir überwiegend ein Sanierungskonzept.

Mit welchen Sofortmaßnahmen setzen Sie beispielsweise an?

Mewes: Zum Beispiel damit, dass wir bei Verhandlungen mit Gläubigern unterstützen, um dort Liquiditätsentlastungen zu realisieren. Mit Finanzinstituten können wir oft noch nicht verhandeln. Dazu muss eine Sanierungswahrscheinlichkeit im Rahmen des fertigen Sanierungskonzepts bestätigt werden.

Was ist die größte Herausforderung für Sie als Sanierungsberater?

Mewes: Viele Unternehmen haben schon die eine oder andere Krise durchgemacht und sind am Ende mit einem blauen Auge aus der Situation herausgekommen. Vermutlich ist das der Grund, warum so viele nicht um sprichwörtlich „fünf Minuten vor zwölf“ zu uns kommen, sondern eher „fünf Sekunden vor zwölf“… In der Regel erkennen wir schnell, was Probleme bereitet und können auch helfen. Für mich liegt dann die größte Herausforderung darin, unternehmensindividuell die bestmögliche Lösung der Probleme herauszuarbeiten und auch konkret umzusetzen, um am Ende wieder ein florierendes Unternehmen vorzufinden.

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