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Situationsbezogen führen

Wenn der Mitarbeiter nur noch von der Rente spricht

| Autor / Redakteur: Stefan Häseli / Melanie Krauß

Für Führungskräfte ist es wichtig, Einfühlungsvermögen zu zeigen im Umgang mit Mitarbeitern, die bald in Rente gehen.
Für Führungskräfte ist es wichtig, Einfühlungsvermögen zu zeigen im Umgang mit Mitarbeitern, die bald in Rente gehen. (Bild: ©detailblick-foto - stock.adobe.com)

Ist ein Mitarbeiter gedanklich schon in der Rente, äußert dies ständig und boykottiert Veränderungen im Unternehmen, ist es Aufgabe der Führungskraft, das Gespräch zu suchen.

Führung ist eine vielschichtige Aufgabe. Die Kombination von Zielen, Aufgaben und beteiligten Mitarbeitern ist – nicht nur im Projektgeschäft – immer wieder neu und individuell. Trotzdem gibt es Situationen, die stets in ähnlicher Form auftreten und auf die man sich vorbereiten kann.

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Die Situation: Ein langjähriger Mitarbeiter im Produktionsteam ist 63 Jahre alt. Obwohl zuverlässig und fleißig, „nervt“ er durch ständiges Reden von seiner bevorstehenden Pensionierung. Bevorzugt geschieht dies, wenn ihm etwas nicht in den Kram passt, wie zum Beispiel angekündigte Neuerungen mit Auswirkungen auf Abläufe in seinem Arbeitsumfeld. Meist boykottiert er diese verbal und gibt dem Vorgesetzten unverblümt im Beisein der Teamkollegen zu verstehen, dass er die Planung für nicht weitsichtig genug hält. Der wesentlich jüngere Vorgesetzte kann dieses Verhalten nicht einfach negieren.

Der Lösungsansatz

Mag das negative Verhalten auch in der baldigen Beendigung des Arbeitslebens begründet sein und damit vielleicht unbewusst durch Ängste vor dem Nicht-mehr-gebraucht-Werden ausgelöst werden, ist es nicht zu rechtfertigen. Im persönlichen Gespräch muss diese Situation unbedingt geklärt werden. Und zwar nicht durch Konfrontation, sondern mit Einfühlungsvermögen, zum Beispiel durch die ehrliche Anerkennung und Würdigung der bisherigen Arbeit. Klar kommuniziert werden muss aber auch, dass solche Aussagen im Teamverband untragbar sind.

Ein Einbinden des Mitarbeiters in die nun folgende Lösungssuche bewahrt ihm seine Würde. Die Übertragung einer besonders auf den Mitarbeiter zugeschnittenen Aufgabe kann ein möglicher Weg sein, sich seine Loyalität auch weiterhin zu sichern. Mit verschiedenen Generationen umzugehen, führt zum Feld von Diversity-Management. Dabei geht es darum, die Verschiedenheit der Mitarbeiter zu akzeptieren und ihre individuellen Stärken, die sie aufgrund ihrer Biographie mitbringen, bewusst zu nutzen.

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Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang: Derartige Macht- und Generationenkonflikte sind in Unternehmen alltäglich. Werden sie kooperativ gelöst, bieten sie Chancen für eine positive Entwicklung und betriebliche Fortschritte. Andernfalls können sie in einem Team aber auch verheerende Schäden anrichten. Führungskräfte sollten deshalb in der Lage sein, Signale rechtzeitig zu erkennen und eine wertschöpfende Lösung für alle Beteiligten zu begleiten.

* Stefan Häseli ist Speaker bei der Atelier Coaching & Training AG in 9200 Gossau (Schweiz), Tel. (00 41-71) 26 02 22 6, info@atelier-ct.ch, www.atelier-ct.ch

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