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Mit der Finite-Elemente-Methode die Konstruktion optimieren
Nord verfolgt einen besonders auf Sicherheit und Langlebigkeit abzielenden Ansatz, der auf einschlägigen Erfahrungen mit der Produktion von Schneckengetrieben basiert: Mit größeren Lagern, wie sie für mit Hohlwellen ausgerüstete Schneckengetriebe erforderlich sind, erwiesen sich auch Nordbloc.1-Stirnradgetriebe als deutlich widerstandsfähiger. Ihre neuen Blockgehäuse erhielten eine von Grund auf optimierte Konstruktion. Zahlreiche Verbesserungen im Detail wurden mittels der Finite-Elemente-Methode (FEM) vorgenommen. Das Berechnungsverfahren erlaubt es, die im Gehäuse auftretenden Spannungen zu ermitteln und ihnen durch entsprechende Materialverteilung zu begegnen – dadurch konnte eine sehr hohe Belastbarkeit erreicht werden.
Das Aluminiumgehäuse ist nun messbar stabiler als der zuvor gebaute Block, bringt aber zugleich sehr viel weniger Gewicht auf die Waage: Die neuen Typen sind um rund 60 % leichter als ihre jeweiligen Vorgängermodelle. Besonders positiv bemerkbar, nicht zuletzt auch beim laufenden Energieverbrauch, macht sich dies natürlich in Anwendungen, in denen der Antrieb mitbewegt werden muss. Ein weiterer Trend am Getriebemarkt, der etwa zur selben Zeit aufkam wie die Blockgehäuse-Bauweise und von dieser auch maßgeblich mit ermöglicht wurde, ist die Modularisierung. Dieser Ansatz machte kundenspezifische Antriebslösungen flexibler und schneller verfügbar.
Gestern nach dem Katalog – heute nach dem „Build-to-Order“-Prinzip
Vor fünfzig Jahren zog man für eine Getriebebestellung noch einen Katalog zurate und suchte sich eine mehr oder weniger passende Lösung aus. Wenn die ideale Ausführung fehlte, mussten Kunden zwangsläufig Kompromisse eingehen oder sich auf lange Wartezeiten für Sondervarianten einstellen. Heute hingegen liefern Hersteller Getriebe nicht als Katalogstücke aus dem Lager, sondern nach dem „Build-to-Order“-Prinzip spezifisch für einzelne Bestellungen. Wer hier als Getriebelieferant nicht nur alle maßgeblichen qualitativen Kriterien erfüllt, sondern seinen Kunden auch ein breites, flexibles Sortiment mit vielen Optionen zur Verfügung stellt, kann besonders punkten. Auch in dieser Hinsicht behauptet Nord als Erfinder des ungeteilten Gehäuseblocks mit einer umfassenden Bandbreite an Modellen und Variationsmöglichkeiten unter den Getriebebauern weltweit eine Spitzenposition. Ein Musterbeispiel für eine durchgehende Modularisierung ist die aktuell in acht Baugrößen erhältliche, mit Blockgehäusen ausgestattete Industriegetriebeserie von Nord Drivesystems. Sie umfasst sowohl kleinere Einheiten mit Drehmomenten ab 25.000 Nm als auch große Modelle bis 242.000 Nm (Bild 3 und 4). Jeweils ein Standardgehäuse pro Baugröße deckt den kompletten Übersetzungsbereich ab. Ein Baukastensystem bietet Anwendern vielfältige Optionen, die individuell benötigte Ausführung schnell und einfach zu konfigurieren. Falls gewünscht, stellt Nord komplette Antriebsstränge zusammen, inklusive Motorschwingen mit Getriebe und Motor sowie weiteren Optionen. MM
* Jutta Humbert, die Tochter des Unternehmensgründers, gehört zur Geschäftsführung der Getriebebau Nord GmbH & Co. KG in 22941 Bargteheide/Hamburg, Tel. (0 45 32) 2 89-0, info@nord.com
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