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Den Anwender interessieren die Möglichkeiten der Maschine
In der Forschung werden von der Maschine oftmals auch Bearbeitungsvorgänge durchgeführt, die normalerweise nicht zum Haupteinsatzbereich zählen. Grenzen dieser Möglichkeiten in der Bearbeitung zu eruieren, ist das, was den Anwender interessiert. „Die nackten Daten einer Maschine lesen sich gut, aber man weiß nicht, ob sie die gestellten Anforderungen auch voll erfüllen kann. Dann kommt der Anwender zu uns, um auf der einen Seite auf unsere Erfahrungen zurückzugreifen, aber auch, um auf der anderen Seite mit uns ein Projekt zu lancieren und zu probieren, ob die technischen Potenziale einer Anlage bereits voll ausgeschöpft sind“, erklärt Benedikt Scharfe.
Scharfe gehört zum zehnköpfigen Team vor Ort, das sich zudem aus zwei wissenschaftlichen Leitern sowie einem buntgemischten Team aus einem Physiker, einer Chemikerin, je einem Materialwissenschaftler, Maschinenbauer sowie Meister und Techniker zusammensetzt. Weiterhin kann das TAZ auf ein wissenschaftliches Team außerhalb von Spiegelau zurückgreifen. „Wir schreiben uns hier auf die Fahne, neben anwendungs- und industrienahen Projekten auch an Projekten mit einem wissenschaftlichen Tiefgang zu arbeiten“, ergänzt der operative Leiter des TAZ.
Das Forscherteam sieht sich als Wegbereiter und regionalen Anreiz
Ein Vorteil des TAZ liegt darin, dass es sich dabei nicht um die klassische Uniforschung aus dem Hörsaal handelt, sondern dass der Campus die Brücke zwischen der reinen Lehre und der Industrie schlägt. Diese Übertragbarkeit der Ergebnisse wird dadurch erreicht, dass das Forscherteam mit Technologien arbeitet, auf die der Markt zugreifen kann.
„Wenn man hier alles auf Hochpräzisionsmaschinen erforschen würde, die für die meisten kleinen Unternehmen nur schwer erschwinglich sind, dann erfüllt Forschung nicht den Zweck, den sie eigentlich erfüllen sollte. Weil hinter uns natürlich Kunden, Unternehmen und Interessenten aus der Industrie stehen, mit denen wir gemeinsam etwas machen und die später auch selbst damit arbeiten sollen“, ergänzt Scharfe. Daher sieht sich das Forscherteam als Wegbereiter, aber auch als regionalen Anreiz. Dennoch ist das TAZ kein Lohnfertiger, der eben einhundert Teile für jemanden fertigt, der dazu keine „Lust“ hat, sondern alle Projekte die das TAZ beginnt, sollen einen gewissen Technologiesprung zum Standard verfolgen. „Beispielsweise möchte jemand einen Prototypen herstellen, den man so noch gar nicht herstellen kann beziehungsweise es gibt dafür noch keinen Anbieter auf dem Markt. Dann sind wir diejenigen, die sich darum kümmern“, schließt Scharfe. MM
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