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Back-2-Job

Wiedereinstieg ins Berufsleben für weibliche MINT-Fachkräfte

| Redakteur: Melanie Krauß

Projektteilnehmerin Lisa-Marie Pudrycki, Ulf-Birger Franz (Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover), Ute Stahlmann (Abteilungsleiterin Wirtschaftsordnung und Arbeitsmarkt im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Tobias Lohmann (Sprecher der Geschäftsleitung im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft), sowie Projektteilnehmerin Nadezda Melekhova (von links nach rechts).
Projektteilnehmerin Lisa-Marie Pudrycki, Ulf-Birger Franz (Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover), Ute Stahlmann (Abteilungsleiterin Wirtschaftsordnung und Arbeitsmarkt im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Tobias Lohmann (Sprecher der Geschäftsleitung im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft), sowie Projektteilnehmerin Nadezda Melekhova (von links nach rechts). (Bild: www.joanna.nottebrock.de | laif)

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Der zweite Projektdurchlauf von „Back-2-Job“ hat einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Seit Anfang Juli 2017 begleitete das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) 24 Teilnehmerinnen im Alter von 27 bis 47 Jahren aus 15 Ländern nach Elternzeit und Familienphase beim Wiedereinstieg in ihren Ursprungsberuf.

Das Projekt „Back-2-Job – Ingenieurinnen gesucht!“ wurde in der Region Hannover 2016 ins Leben gerufen und zielt darauf ab, Frauen mit Fachkenntnissen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, den so genannten MINT-Berufen, nach einer beruflichen Auszeit beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu begleiten. Bis dato haben laut BNW bereits über 50 % der Frauen eine Wiedereinstellung erreicht – sieben Teilnehmerinnen sind in einem festen Arbeitsverhältnis, vier weitere starten bis zum 1. Juli in ihren neuen Job. Die anderen Frauen befinden sich unter anderem in Vertragsverhandlungen oder im Praktikum.

Tobias Lohmann, Sprecher der Geschäftsführung des BNW, erklärt den Projekterfolg: „Das Besondere an dem Projekt Back-2-Job ist die Kombination aus betrieblichen Praktika und theoretischer Wissensvermittlung. So gelingt es, die Potenziale der Frauen gezielt zu stärken, sie auf den neusten Stand der Technik zu bringen und sie in kürzester Zeit mit aktuellen Kenntnissen zurück in den Job zu vermitteln. Davon profitieren Teilnehmerinnen, Partnerunternehmen und letztlich die niedersächsische Wirtschaft – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Ebenso stolz auf den zweiten großen Projekterfolg zeigt sich Ute Stahlmann, Abteilungsleiterin Wirtschaftsordnung und Arbeitsmarkt, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung: „In Niedersachsen ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im MINT-Bereich besonders groß. Da liegt es nahe, das bereits vorhandene Potenzial der Frauen für genau diese Berufe zu nutzen.“ Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, ergänzt: „Das Projekt Back-2-Job trägt dazu bei, dass hochqualifizierte Frauen nach einer Familienphase schnell wieder in den Beruf zurückfinden. Eine stärkere Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt und bessere Aufstiegschancen für Frauen in Unternehmen sind zentrale Hebel gegen den Fachkräftemangel. Daher hat die Fachkräfteallianz Hannover auch den zweiten Durchgang des Projekts gern unterstützt.“

Mit der Verknüpfung von Praxis und Theorie an frühere Erfolge anknüpfen

Neue Technologien und kurze Innovationszyklen würden den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach langer Familienpause erschweren. Das erlebte auch Lisa-Marie Pudrycki, die während des Studiums Kinder bekam und vergangenes Jahr ohne Berufserfahrung in den Beruf einsteigen wollte: „Da ich örtlich gebunden bin, war es für mich schwierig, passende Stellen zu finden – insbesondere deshalb, weil die Stellen in der Biotechnologie für Hochschulabsolventen rar sind. Daher freue ich mich, dass ich an dem Projekt teilnehmen durfte. Mir hätte nichts Besseres passieren können.“ Seit dem 18. Juni hat sie über den Dienstleister Hays eine Festanstellung bei einem weltweit operierenden Pharmaunternehmen in der Biotechnologie.

Teilnehmerin Nadezda Melekhova betont, dass Back-2-Job ihr geholfen habe, im Bewerbungsverfahren selbstbewusster und motivierter aufzutreten. „In der Coachingphase beim BNW habe ich zudem gelernt, alles unter einen Hut zu bringen – Vorlesungen, Sprachkurse, Haushalt, Familie und Beruf“, so die studierte Maschinenbauingenieurin aus Russland. Nach einem Praktikum bei Tüv Nord, das ihr unter anderem geholfen hat, die deutsche Arbeitskultur kennenzulernen, winkt ihr nun ein Vorstellungsgespräch.

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