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Software Workflow für ortsunabhängige Zusammenarbeit im 3D-Druck

Redakteur: Simone Käfer

Die neue Software von Makerbot soll reibungsloses 3D-Drucken im Team ermöglichen, auch wenn per Fernzugriff gearbeitet wird.

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Über eine zentrale cloudbasierte Applikation können Nutzer 3D-Druck-Aufträge vorbereiten, in die Warteschlange stellen, drucken, überwachen und verwalten.
Über eine zentrale cloudbasierte Applikation können Nutzer 3D-Druck-Aufträge vorbereiten, in die Warteschlange stellen, drucken, überwachen und verwalten.
(Bild: Makerbot)

Um bei der Arbeit im Team die 3D-Drucker und 3D-Druckaufträge ortsunabhängig verwalten zu können, hat Makerbot die cloudbasierte Software Cloudprint entwickelt. Sie ist eine Weiterentwicklung der Software „Makerbot Cloud”. Der Hersteller von 3D-Desktopdruckern und Stratasys-Tochter will sich, angetrieben durch Corona und die Zunahme von remote work (Fernzugriff), vermehrt um Lösungen bemühen, die ein Arbeiten aus dem Homeoffice ermöglichen. Das erklärte Nadav Goshen, CEO von Makerbot, in einer Pressekonferenz Mitte August 2020.

Bei Cloudprint lassen sich 3D-Druck-Funktionen allein oder im Team direkt per Browser nutzen, egal mit wie vielen Makerbot-Druckern. Das Programm kombiniert die Softwarefunktionen von Makerbot Print mit der Skalierbarkeit der Cloud und soll damit eine effizientere Lösung für das Management des 3D-Druck-Workflows sein. Mit Workflow meint das Unternehmen den Prozess beginnend bei der Druckvorbereitung über Warteschlangenmanagement, Druck bis zur Druckerverwaltung. Die Software sei darauf ausgelegt, gängige Herausforderungen beim 3D-Druck zu überwinden, etwa durch Optimierung von Einsatzmöglichkeiten, Druckauftragsmanagement und Teamzusammenarbeit, teilt das Unternehmen mit. Zum Beispiel ermögliche eine schnellere und ausgefeiltere Druckvorbereitung und Druckverwaltung eine höhere Produktivität. Nutzer profitieren bei ihren Druckaufträgen von mehr Transparenz und Kontrolle, sei es im Rahmen von Massenproduktionen, Teamprojekten oder Einzeldruckaufträgen. Außerdem könne man projektbasiert Prioritäten für Druckaufträge festlegen und die Druckwarteschlange ausgehend von veränderten Prioritäten neu anordnen.

Teammitglieder können auf angeschlossene Makerbot-3D-Drucker zugreifen, auch bei der Arbeit von entfernten Standorten aus. Makerbot Cloudprint ist zudem in Google-Produkte integriert, sodass Nutzer Zugang zu Makerbot-Applikationen mit vertrauten Tools haben. Derzeit ist Cloudprint zur freien Verwendung verfügbar; geplante Aktualisierungen sollen Nutzern Zugang zu den neuesten Funktionen bieten.

Funktionen der Makerbot Cloudprint:

Druckvorbereitung: Slicing und weitere Vorbereitungsschritte für 3D-Drucke sind direkt per Browser möglich. Die neue Druckvorbereitungsansicht mit umfassenden Funktionen ermöglicht eine einfache Teilepositionierung mit zugehöriger Vorschau. Optimierte Druckmodi bieten nahtlose Steuerungsmöglichkeiten, und auf den 3D-Druckern Method von Makerbot stehen erweiterte Einstellungen zur Verfügung, etwa mit individuellen oder experimentellen Druckprofilen. Live-Kameraaufnahmen liefern zusätzlich aktuelle Statusinformationen zu Druckaufträgen von angeschlossenen Druckern.

Druckermanagement: Nutzer haben von jedem Ort aus die Möglichkeit, einen Zugang zu angeschlossenen Makerbot-Druckern anzulegen, zu überwachen und zu steuern. Über das Dashboard lassen sich Druckvorgänge direkt von einem Browser aus zentral nachverfolgen und anzeigen. Zum Analysieren der Druckerleistung können Berichte generiert werden.

Warteschlangenverwaltung: Die neue Warteschlangenfunktion steigert die Produktivität der Maschinen durch Zuweisen von Druckaufträgen an die einzelnen angeschlossenen Geräte. Über die Warteschlangen- und Druckverlaufsfunktion erhalten die Nutzer Einblick in ihre Druckaufträge und Projekte.

Zusammenarbeit: Drucker können zu Arbeitsbereichen gruppiert und für Teams, Produktionsumgebungen oder Kursräume freigegeben werden, um den Aufwand des Managements mehrerer Drucker und die damit verbundenen Redundanzen zu verringern. Für Teammitglieder sind Berechtigungen einstellbar, um bessere Kontrolle zu ermöglichen und Zugang zum Arbeitsbereich zu gewähren. Für das Übermitteln von Druckaufträgen zur Freigabe können spezifische Links angelegt werden.

Verbindung Method-Druckern: Makerbot Cloudprint erschließt Nutzern, die ausgefeiltere Druckfunktionen benötigen, spezielle Einstellungen auf der Method-Plattform. Unter anderem stehen rund um Makerbot Labs zusätzliche Method-Benutzereinstellungen und individuelle Druckprofile zur Verfügung. Zudem ist das gesamte Sortiment der Method-Extruder und -Materialien zugänglich, darunter eine Einzelextrusionsfunktion zur Steigerung des Druckvolumens und vieles mehr.

Für die nahe Zukunft plant Makerbot die Freigabe weiterer Funktionen für Cloudprint, darunter optimierte Druckauftragswarteschlangen und zugehörige Anordnungen, individuelle Druckmodi, verbesserte Schichtvorschauen und leistungsstärkere Druckerüberwachung.

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