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Beizen/Feuerverzinken

Wuppermann bestellt Bandbehandlungslinie

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Wuppermann-Gruppe, Leverkusen, hat SMS Siemag einen Auftrag zur Lieferung einer Warmbreitband-Beiz-und-Feuerverzinkungslinie für das neue Werk im ungarischen Györ-Gönyü erteilt. SMS Siemag liefert die komplette Linie inklusive Mechanik, Verfahrenstechnik sowie Elektrik und Automation, wie Wuppermann mitteilt.

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Bei der Vertragsunterzeichnung: Michael Cottin (Geschäftsbereichsleitung Bandanlagen, SMS Siemag AG) und Mario Dorfer (Geschäftsführung, Wuppermann Hungary Kft.) (sitzend v.l.) sowie Frank Reinschmidt (Leitung Fachbereich kaufmännischer Vertrieb, SMS Siemag AG), Markus Jaenecke (Projektdirektor Bandanlagen, SMS Siemag AG), Dr. Carl Ludwig Theodor Wuppermann (Vorstand Finanzen und Sprecher des Vorstands, Wuppermann AG) und Omar Tissoudali (Assistenz der Vorstands, Wuppermann AG) (stehend v.l.).
Bei der Vertragsunterzeichnung: Michael Cottin (Geschäftsbereichsleitung Bandanlagen, SMS Siemag AG) und Mario Dorfer (Geschäftsführung, Wuppermann Hungary Kft.) (sitzend v.l.) sowie Frank Reinschmidt (Leitung Fachbereich kaufmännischer Vertrieb, SMS Siemag AG), Markus Jaenecke (Projektdirektor Bandanlagen, SMS Siemag AG), Dr. Carl Ludwig Theodor Wuppermann (Vorstand Finanzen und Sprecher des Vorstands, Wuppermann AG) und Omar Tissoudali (Assistenz der Vorstands, Wuppermann AG) (stehend v.l.).
(Bild: Wuppermann)

Die neue Bandbehandlungslinie soll 2016 in Betrieb gehen und jährlich etwa 500.000 t Stahl verarbeiten. Die Bandbreiten liegen laut Mitteilung zwischen 400 und 1650 mm und die Banddicken zwischen 1,0 und 6,0 mm. Beim Verzinken der Bänder betrage die Prozessgeschwindigkeit bis zu 150 m/min, im Ein- und Auslauf könnten Geschwindigkeiten von bis zu 220 m/min erreicht werden.

Bandbehandlungslinie deckt alle Arbeitsschritte ab

In der neuen Linie werde verzundertes Warmband gebeizt, auf die Verzinkungstemperatur aufgeheizt, verzinkt, dressiert und nachbehandelt, sodass es einen Korrosionsschutz, eine ansprechende Optik sowie mehr mechanische Belastbarkeit erhält. Der Heat-to-Coat-Prozess zeichne sich durch eine hohe Wirtschaftlichkeit aus, da alle Prozesse in einer Anlage ablaufen. Es sei ebenso möglich, den Verzinkungsteil zu überbrücken, um gebeiztes und geöltes Material herzustellen.

Die Linie hat unter anderem eine X-Pro-Laserschweißmaschine integriert, die bei neuen Stahlsorten die Schweißparameter automatisch anpasst, wie es heißt. Die Turbulenzbeiztechnik zeichne sich durch effizientes Entzundern und eine optimale Säureausnutzung aus. Der Induktionsofen von SMS Elotherm sei auch bei Teillast wirtschaftlich zu betreiben. Mit den beiden Zinkpötten von IAS, die mit einer speziellen Feuerfestausmauerung für Zink-Magnesium-Beschichtungen ausgerüstet seien, verfüge die Linie über eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Beschichtungen. Ein Foen-Abstreifdüsensystem stelle die Zinkschichtdicke ein. Das Düsenmoduldesign minimiere bei hoher Kühlleistung die Bandvibrationen in der Dreverkühlsektion. Mit dem Quartodressiergerüst werde die Dickenreduktion erreicht. Eine elektrostatische Einölmaschine von Duma-Bandzink beschichte die Oberflächen. EMG liefere die Bandlaufsteuerung.

Simulation und Schulung vor der Inbetriebnahme der Bandbehandlungslinie

Bei einem Plug&Work-Integrationstest werde die komplette Automation in einem Testfeld aufgebaut und vor der Inbetriebnahme eine realistische Simulation der Anlage durchgeführt. Hier werde auch das Bedienpersonal geschult, sodass es bei der tatsächlichen Inbetriebnahme bereits mit der Steuerung vertraut sei und eine schnelle Hochlaufkurve erziele. Das Automatisierungs- und Bedienkonzept ermögliche zudem eine effiziente Überwachung und Planung der Produktion. Unter anderen werden die Systeme Tom (Technical Operation Management) und David (Data Analysis und Vision Desk) integriert, die eine papierlose Anlagensteuerung sowie eine Produktionsdatenverfolgung an einem zentralen Punkt im Steuerstand ermöglichen, wie es abschließend heißt.

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