Suchen

China Ziehl-Abegg liefert 70 Ventilatoren nach Wuhan

| Redakteur: Melanie Krauß

Ziehl-Abegg China hat den Auftrag erhalten, mehr als 70 Ventilatoren nach Wuhan (China) zu liefern. Dort will die chinesische Regierung innerhalb weniger Tage ein neues Krankenhaus aufbauen.

Firmen zum Thema

Für das neue Krankenhaus in Wuhan soll Ziel-Abegg spezielle Ventilatoren liefern.
Für das neue Krankenhaus in Wuhan soll Ziel-Abegg spezielle Ventilatoren liefern.
(Bild: Ziehl-Abegg SE)

„Wir versuchen, alle Ventilatoren auszuliefern“, sagt Jason Liu, Geschäftsführer von Ziehl-Abegg China. Die 450 dort ansässigen Mitarbeiter sind jedoch derzeit in den chinesischen Neujahrsferien. Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, hat die Stadtverwaltung von Shanghai vorgegeben, diese bis zum 10. Februar zu verlängern.

„Wenn es nicht möglich ist, die Ventilatoren in unserer Produktionsstätte in China herzustellen, versuchen wir, diese von anderen Produktionsstätten von Ziehl-Abegg nach Wuhan zu schicken“, sagt Steffen Sinn, Area Sales Manager am Stammsitz von Ziehl-Abegg in Künzelsau. Allerdings nur falls Vorlieferanten in China die benötigten Teile nicht zeitnah in die Produktion liefern könnten.

„Es ist großartig, dass die chinesische Regierung so schnell reagiert und in dieser kurzen Zeit ein neues Krankenhaus gebaut hat“, so Liu. „Ich bin sicher, dass viele Mitarbeiter die Hilfe für die Menschen in Wuhan unterstützen und in den nächsten Tagen Ventilatoren für das neue Krankenhaus produzieren werden.“

Die Ventilatoren werden speziell für Krankenhäuser hergestellt. Der Elektroantrieb ist ein hocheffizienter energiesparender EC-Motor. Das Laufrad wird aus einem speziellen Verbundwerkstoff hergestellt, der von Ziehl-Abegg entwickelt worden ist. Der Ventilator ist laut Hersteller antibakteriell, ohne jegliche Korrosionsgefahr und ohne jede Ausgasung.

Ziehl-Abegg hat bereits Ende letzter Woche entschieden, alle Dienstreisen von und nach China zu streichen. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist wichtiger als wirtschaftliche Aspekte“, begründete Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl die Entscheidung. Zudem wurde der Transport eines Übersee-Containers gestoppt – dieser sollte mit Maschinen und Bauteilen nach China geschickt werden, um dort einen Messestand zu gestalten und zu bestücken. Anfang April sollte in Wuhan die China Refrigeration stattfinden, eine Messe für Kühl-, Klima- Heizungs-, Lüftungstechnik.

(ID:46337050)