Vertrieb in Zeiten von Corona „Zufrieden kann ich nicht sein“

Redakteur: Svenja Gelowicz

Robert Stöckl, Vertriebschef beim Schweißtechnikspezialisten EWM, spricht über die Herausforderungen durch die Kontaktbeschränkungen und Lieferkettenengpässe, wie er dem Preisdruck im Markt trotzt und wo die Bundesregierung noch Nachholbedarf hat.

„Durch die ungewisse Zukunft brauchen die Kunden länger, um Entscheidungen zu treffen“, sagt EWM-Vertriebschef Robert Stöckl.
„Durch die ungewisse Zukunft brauchen die Kunden länger, um Entscheidungen zu treffen“, sagt EWM-Vertriebschef Robert Stöckl.
(Bild: EWM)

Herr Stöckl, ein Jahr Pandemie liegt hinter Ihnen. Wie geht’s Ihnen?

Robert Stöckl: Danke, gut. Es hat sich alles verändert. Früher war ich 170 bis 190 Tage im Jahr hauptsächlich im Ausland unterwegs. Seit Pandemiebeginn war ich einmal in Frankreich und in München. Ich musste mich komplett umstellen und nun mein Team virtuell bei Laune halten – sprich, die Mitarbeitenden per Webmeetings und Telefonkonferenzen motivieren und coachen.

Wie läuft das Geschäft nun nach diesem herausfordernden Jahr?

Als im März vor einem Jahr der erste Lockdown eintrat, wurde es bis Ende Mai sehr ruhig. Das letzte Quartal 2020 war dann zwar stark, das gute Jahresende konnte jedoch nicht alles aufholen. Aber im Vergleich zu anderen Unternehmen geht es uns gut. Wir hatten auch keine Probleme mit der Liquidität. Wir sind bisher gut durch die Pandemie gekommen und sparen bei Reisen, Messen und durch Kurzarbeit. Zufrieden kann ich allerdings nicht sein, da ich sehr hohe Vertriebsziele für 2020 hatte. Die mussten wir pandemiebedingt leider zurückstellen.