Im Bereich der Exporte musste sich Japan im vergangenen Jahr den deutschen Herstellern geschlagen geben, die 2016 den Exportweltmeister stellen. Japan verliert durch die Schwäche des Asean-Marktes 18 % im Export, die Deutschen erklimmen mit einem leichten Rückgang von 3 % und einem Volumen von 7,6 Mrd. Euro den Spitzenplatz. Platz 3 mit einem Volumen von 3,0 Mrd. Euro belegt Italien.
Beim Import und Verbrauch von Werkzeugmaschinen erweisen sich weiterhin die USA als zweitgrößter Markt mit immerhin etwa einem Drittel des chinesischen Volumens im Verbrauch. Die USA verbuchen hierbei 2016 ein Minus von 1 % auf 7,8 Mrd. Euro. Das gleichzeitige Minus von 8 % bei den Importen ist für deutsche Exporteure eher enttäuschend. Die Einfuhren fielen von 2015 auf 2016 von 4,7 Mrd. Euro auf 4,3 Mrd. Euro. In den USA stützt vor allem der inländische Absatz den Markt. Dieser nimmt mehr als 60 % der inländischen Erzeugungen auf. Trotzdem bewegt sich der Markt in den USA seit 2012 auf hohem Niveau.
Von Zuwächsen berichtet die Marktstudie des VDW unter anderem auch in Mexiko. Das Land hat sich als wichtiger Standort für die Automobilindustrie etabliert und kann seine Einfuhren von knapp 2 Mrd. Euro auf 2,1 Mrd. Euro steigern. Im Werkzeugmaschinenverbrauch liegt das Land hinter Südkorea auf Platz 7 mit einem Volumen von 2,2 Mrd. Euro. In Indien scheinen sich, ähnlich wie in Italien, erste Reformbemühungen auszuzahlen (siehe auch Kasten auf Seite S22). Der Verbrauch des Landes klettert von 1,5 Mrd. Euro auf 1,7 Mrd. Euro.
Russland muss zu den weiteren Verlierern 2016 gezählt werden. Der Einbruch setzt sich hier mit einem Minus von 16 % fort, der Verbrauch beträgt knapp 1,3 Mrd. Euro. Zum Vergleich: 2014 stand das Volumen bei 1,8 Mrd. Euro. Mehrere Faktoren schwächen dabei den russischen Markt: So behindern nach wie vor die Sanktionen aufgrund der Ukrainekrise das Geschäft, hinzu kommen Finanzierungschwierigkeiten, der Rubelverfall und eine ausgeprägte wirtschaftliche Schwäche. Auch der niedrige Ölpreis macht dem Land zu schaffen. Russland bildet das Schlusslicht der Top-10-Werkzeugmaschinenmärkte.