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Automobilbranche Automobilbranche profitiert von innovativer Fertigungstechnik

| Autor / Redakteur: Victoria Sonnenberg / Mag. Victoria Sonnenberg

Keine andere Branche steht so sehr unter dem Druck des globalen Wettbewerbs wie die Automobilbranche. Hersteller und Zulieferer können nur gemeinsam dem enormen Kostendruck standhalten, indem sie mit innovativen Ideen aus der Not eine Tugend machen. Zunehmend kommen aus der Zerspanung interessante Ansätze, die zu mehr Produktivität bei gleichzeitig sinkenden Kosten führen.

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Zur Reduzierung der ungefederten Massen im Fahrwerk werden hochfeste, aber auch leichte Bauteile benötigt, wie beispielsweise sicherheitsrelevante Aluminium-Schwenklager.
Zur Reduzierung der ungefederten Massen im Fahrwerk werden hochfeste, aber auch leichte Bauteile benötigt, wie beispielsweise sicherheitsrelevante Aluminium-Schwenklager.
(Bild: Hirschvogel)

Emissions- und Kraftstoffeinsparung, verkürzte Bearbeitungszeiten, gesteigerte Produktivität, reduzierte Ausfallzeiten, verlängerte Standzeiten sind nur einige wenige Beispiele aus der Automobilbranche, die dank der Zerspanungstechnik zu nicht unerheblichen Kosteneinsparungen führen.

Wegen gestiegener Anforderungen der Branche, beispielsweise durch den Leicht- oder Hybridbau, stehen technologisch ausgereifte Prozesse, angepasste Maschinen und Zerspanwerkzeuge sowie eine deutliche Reduktion der Kosten im Fokus der hocheffizienten Fertigung.

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Verbundwerkstoffe stellen den Zerspaner vor neue Herausforderungen

„Im Gegensatz zu Metallen haben Verbundwerkstoffe wie CFK einen Nachholbedarf in der Forschung und Entwicklung von Zerspanlösungen von etlichen Jahrzehnten. Zusätzlich zeigen Verbundwerkstoffe ein grundsätzlich anderes Verhalten in der Zerspanung: die Bauteile sind oft dünnwandig, haben Abweichungen in der genauen Lage, zeigen andere Qualitätskenngrößen in der Zerspanung wie Delamination und Ausfransung und sind zudem stark abrasiv in der Wirkung auf die Zerspanwerkzeuge“, erklärt Andreas Gebhardt von der Abteilung Leichtbautechnologien am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

Zusätzlich zum Leichtbau sieht Automobilzulieferer Hirschvogel weitere Herausforderungen, auf die Werkzeughersteller reagieren müssen, um im Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben. „Die größte Anforderung an die Automobilbranche sind die kommenden CO2-Regeln. Downsizing, Rightsizing, Leichtbau und die Optimierung des Verbrennungsmotors sowie die Hybridisierung verlangen nach neuartigen Komponenten für neue oder weiterentwickelte Subsysteme, beispielsweise Ventilsteuerung, Zylinderabschaltung, oder nach Bauteilen mit höherer Leistungsdichte“, beschreibt Dr. Hans-Willi Raedt, Vice President Advanced Engineering bei Hirschvogel, die steigenden Anforderungen in der Automobilbranche.

„Massivumgeformte, zerspante Komponenten spielen eine Schlüsselrolle zur Erfüllung dieser Anforderungen. Die Hirschvogel Automotive Group spielt dabei eine Sonderrolle in der Branche, da sie von der gewalzten Stahlstange bis zur einbaufertigen Komponente die gesamte Entwicklung und Fertigung aus einer Hand liefern kann“, fügt Raedt hinzu.

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