Suchen

3D-Metalldruck Beam kommt mit Laserauftragschweißen nach Deutschland

Autor: Simone Käfer

Zur Formnext bringt Beam seine Modulo 250 mit. Mit ihrem DED-Verfahren (Laserauftragschweißen) wollen sie in den deutschen und österreichischen Markt einsteigen.

Firmen zum Thema

Das französische Unternehmen Beam stellt Maschinen zum Laserauftragschweißen her. Damit will es nun den deutschen Markt erobern.
Das französische Unternehmen Beam stellt Maschinen zum Laserauftragschweißen her. Damit will es nun den deutschen Markt erobern.
(Bild: Beam)

Beam hat seine Produktion im vergangenen Jahr verdoppelt. Das 2012 gegründete, französische Unternehmen stellt 5-Achs-Maschinen zum Laserauftragschweißen (Directed Energy Deposition, DED, auch LMD) her. Seit der Auslieferung seiner ersten industriellen Maschine, Anfang 2016, kann Beam inzwischen weltweit über zwanzig Kunden vorweisen. Seine Mitarbeiterzahl wuchs auf 45 an. Anfang 2017 eröffneten sie bereits ein Solution Center in Ohio, um in den amerikanischen Markt vorzudringen, und Anfang 2018 ein Tochterunternehmen in Singapur. Nun stehen Deutschland und Österreich im Fokus. Seit Mitte des Jahres gehört Beam zum ebenfalls französischen Addup, das sich auf pulverbettbasierte additive Verfahren spezialisiert hat.

Bildergalerie

Im Gegensatz zu den Pulverbettverfahren können beim Laserauftragschweißen verschiedene Metalle miteinander verbunden werden, auch das Arbeiten mit Gradientenwerkstoffen sei möglich, erklärt Frédéric Le Moullec, Business Development Director von Beam. Zu den am meisten mit DED verarbeiteten Werkstoffen zählen Cobalt- und Nickellegierungen, Stahl und Titanlegierungen. Besonders bei Titan sieht Beam Vorteile im DED-Verfahren. Daher sieht das Unternehmen seine Märkte überall dort, wo Titan eingesetzt wird. Hauptfokus legen die Franzosen auf die Luftfahrt und dort speziell auf Triebwerkshersteller. Denn mit ihrem Verfahren können neben dem konturnahen Komplettaufbau, auch die teuren Triebwerkskomponenten repariert oder beschichtet werden.

Von seinem Wettbewerb grenzt sich Beam nach eigener Aussage durch eine geregelte Atmosphäre ab. „Dazu füllen wir die komplette Maschine mit Argon“, erklärt Le Moullec, „sodass kein Sauerstoff mehr in der Maschine ist. Das erlaubt die Titanverarbeitung mit bester Qualität und höchster Sicherheit.“ Ebenfalls zu seinen Alleinstellungsmerkmalen zählt das Unternehmen seine selbst entwickelten Düsen. „Da wir unser eigenes Knowhow einfließen lassen, können wir die Baurate und den Wirkungsgrad besser handeln und erreichen eine effektivere Prozessüberwachung“, fährt Le Moullec fort. Wer sich davon überzeugen will, trifft Beam auf der Formnext 2018 in Frankfurt am Stand von Addup. Jedoch bringen sie zur Messe nur ihre kleine Maschine, die Modulo 250, mit. Das Bauvolumen der 5-Achs-Maschine liegt bei 400 mm × 250 mm × 300 mm. Abgesehen vom Bauraum unterscheidet sie sich von den beiden größeren Maschinen Modulo 400 und Magic 800 auch in der geringeren Auswahl an Düsen. Hier bietet das französische Unternehmen Auftragsbreiten von 1 bis 2 mm an.

(ID:45545303)

Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe