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Fipa Bleche prozesssicher und effizient heben

| Autor/ Redakteur: Thomas Trefzer / M.A. Frauke Finus

Was haben ein Orchester und komplexe Fertigungsprozesse gemeinsam? Das perfekte Zusammenspiel aller Instrumente ist entscheidend für das Ergebnis. Bei Blechverarbeitern ist maximale Prozesssicherheit bei gleichzeitig kurzen Taktzeiten, hoher Dynamik und geringen Rüstzeiten gefragt – mit den richtigen Vakuumsaugern und individuellen Greifersystemen geht beim Blechhandling nichts mehr schief.

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Bei der Auslegung eines Vakuumsystems ist es das Ziel, ein optimales Vakuum auf dem Blech zu erzeugen.
Bei der Auslegung eines Vakuumsystems ist es das Ziel, ein optimales Vakuum auf dem Blech zu erzeugen.
(Bild: Fipa)

Das folgende Beispiel einer Handhabungsaufgabe gehört in nahezu jedem Blech verarbeitenden Unternehmen mittlerweile zum Standard: Vakuumsauger nehmen ein Blech auf, bewegen es rasch zur Zielposition und legen es dort ab. Die Vakuumsauger müssen die dabei auftretenden Kräfte sicher aufnehmen, insbesondere die hohen Querkräfte bei der Handhabung von Blechtafeln. Die Blech- und Metallverarbeitung ist daher auf Vakuumsauger mit einer sehr guten Haltekraft angewiesen, die auch schwere Bleche sicher im Griff haben. Der innere Aufbau der Blechsauger unterscheidet sich bei den verschiedenen Anbietern erheblich. Bei Vakuumsaugern für die Handhabung von Blechen sind optimierte Kontaktflächen und ein innerer Saugeraufbau, der seitliche Querkräfte verarbeitet, entscheidend.

Werkstückgeometrie und -oberfläche bestimmen die Saugerauswahl

Bei der Auslegung eines Vakuumsystems ist es das Ziel, ein optimales Vakuum auf dem Blech zu erzeugen. Zum einen muss das Vakuum groß genug sein, damit die Sauger das Blech sicher halten. Zum anderen darf es aber auch nicht zu groß sein, weil sich sonst dünne Bleche durch Tiefzieheffekte verformen könnten. Die Abstützrippen vermeiden das Einsaugen dünner Bleche und verhindern auch gleichzeitig ein Rutschen des Saugers bei hohen Beschleunigungen. Bei der Auswahl eines Saugers sind weitere Kriterien zu beachten. Der Sauger sollte in Bezug auf Formgebung, Material und Halter optimal an das Werkstück angepasst sein. Vakuumsauger sind in drei Gruppen unterteilbar – in Flachsauger, Balgensauger und Ovalsauger. Das Material von Dichtlippe und Korpus beeinflusst entscheidend die Eigenschaften eines Saugers. Bei abrasiven Produkten muss die Dichtlippe sowohl weich als auch abriebfest sein. In manchen Anwendungen bieten sich Sauger mit zwei Härten an. Ein weiche Dichtlippe für optimalen Produktkontakt und einen harten Korpus zur sicheren Aufnahme der Kräfte. Ein Beispiel für ein Zweihärten-Saugermaterial ist das Spezial-Polyurethan Varioflex. Sollen Bleche später lackiert oder beschichtet werden, kommen nur LABS- und silikonfreie Sauger infrage.

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Mit dem Trend zu hochfestem Stahl im Automobilbau gewinnt die Warmumformung in der Blechverarbeitung von Fahrzeugherstellern und ihren Zulieferern enorm an Bedeutung. Die Entnahme der Blechplatinen erfolgt über temperaturbeständige Vakuumsauger, die kurzzeitig Temperaturen von über 200 °C widerstehen.

Die Automobilindustrie stellt hohe Anforderungen an Vakuumsauger

Bleche sind im Automobilbereich zudem oft geölt. Die verwendeten schnell- und selbsttrocknenden Öle sind oftmals hoch aggressiv. Auch Vakuumsauger, die mit diesen Blechen in Kontakt kommen, müssen daher ölbeständig sein. Für Handlingsysteme im Automobilbau eignen sich Vakuumsauger aus NBR besonders gut. Dieses robuste Material weist eine sehr gute Ölbeständigkeit auf. Ein weiterer Vorteil von NBR ist seine LABS- und Silikonfreiheit. Die Bleche können somit später problemlos beschichtet oder lackiert werden.

Im Bereich der „Weißen Ware“ sind trockene Bleche üblich. Balgensauger aus dem abdruckarmen Varioflex sind hierfür sehr gut geeignet. Das Besondere an den Varioflex-Vakuumsaugern ist das verschleißfeste Spezial-Polyurethan mit zwei unterschiedlichen Materialhärten. Die Dichtlippe in 30° Shore A ist anschmiegsam und langlebig. Der Korpus in 60° Shore A ist sehr stabil, punktet mit hoher Rückstellkraft und nimmt hohe seitliche Kräfte ohne Abknicken auf. Mit der weichen, flexiblen Dichtlippe entwickelt der Sauger eine hohe Haltekraft auch an leicht gewölbten Oberflächen.

Schwere Blechtafeln mühelos per Hand bewegen

Hebesysteme auf Vakuumbasis erleichtern die manuelle Handhabung großer Blechplatinen, Scheiben und Platten. In der Blech- und Metall verarbeitenden Industrie wird damit die horizontale Be- und Entladung von Blechtafeln an CNC-Laserbearbeitungszentren, Stanzmaschinen und anderen Blech bearbeitenden Maschinen effizienter und ergonomischer gestaltet. Der mühsame und durch scharfe Kanten auch unfallträchtige Vorgang ist wirtschaftlich ineffizient, da die unhandlichen Formate und hohen Gewichte der Bleche oft zwei oder mehr Personen binden. Bei kleinen Losgrößen schließen die hohen Kosten zudem einen Robotereinsatz aus.

Individuelle Hebesysteme auf Basis des Schlauchhebers Fipalift oder des Vakuumhebers Spider von Fipa entlasten die Mitarbeiter, verbessern die Ergonomie am Arbeitsplatz und erhöhen die Effizienz der Blechbearbeitung. Der modulare Aufbau erlaubt es, schnell und einfach individuelle Hebelösungen zu realisieren, die strukturierte, glatte, ölige, trockene, nicht magnetische oder heiße Bleche prozesssicher handhaben. Ohne die Gefahr von Ausbeulungen, Kratzern oder Rückständen lackstörender Substanzen.

Fipa auf der Euroblech: Halle 16, Stand E92

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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