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Zulieferer Bosch Rexroth steigerte Umsatz um 10,4 % auf 5,5 Mrd. Euro und ist für 2018 zuversichtlich

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Bosch Rexroth hat im vergangenen Jahr ein kräftiges Umsatzwachstum von 10,4 % erzielt. Insgesamt verzeichnete der Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau einen Umsatz von 5,5 Mrd. Euro.

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Bosch-Rexroth-Vorstandsvorsitzender Rolf Najork: „In den Marktsegmenten Automation und Industrie 4.0 sehen wir für 2018 eine stabile Entwicklung. Aber auch für die volatileren Märkte, wie beispielsweise den rohstoffpreisgetriebenen Bau- und Bergbausektor, sind wir optimistisch.“
Bosch-Rexroth-Vorstandsvorsitzender Rolf Najork: „In den Marktsegmenten Automation und Industrie 4.0 sehen wir für 2018 eine stabile Entwicklung. Aber auch für die volatileren Märkte, wie beispielsweise den rohstoffpreisgetriebenen Bau- und Bergbausektor, sind wir optimistisch.“
(Bild: Bosch Rexroth)

Der Auftragseingang stieg 2017 um mehr als 27 %. Darauf aufbauend konnte Bosch Rexroth die starke Entwicklung von 2017 in den ersten Monaten dieses Jahres fortsetzen.

Dank neuer Strategie und Struktur hat Bosch Rexroth seine Wettbewerbsposition ausgebaut und zusätzliche Marktanteile gewonnen. Zudem profitierte das Technologieunternehmen 2017 auch von einem deutlich erholten Marktumfeld. Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten die Bereiche Mobile Anwendungen und Fabrikautomation. Die Entwicklung im traditionellen Kerngeschäft Industriehydraulik war 2017 eher moderat. „Wir sind stolz auf unsere Entwicklung und haben unsere Ziele erreicht. Im Rahmen unseres 2016 gestarteten Transformationsprogramms habe sich Bosch Rexroth enorm gewandelt, von den internen Strukturen bis hin zur Strategie. Die Kraftanstrengung hat sich gelohnt“, kommentierte Vorstandsvorsitzender Rolf Najork die Bilanz 2017.

Ausbau der Robotik Kompetenz

Im Zuge der Fokussierung auf Zukunftsthemen baue Bosch Rexroth seine Kompetenzen im Bereich der Robotik konsequent weiter aus. Mit dem kollaborativen Roboter APAS assistant erweitert das Unternehmen das Portfolio seiner Automatischen Produktionsassistenten, heißt es.

Zusätzlich verstärke sich Bosch Rexroth mit zwei Start-up-Teams aus der Bosch-Start-up-Plattform-Grow: Intralogistic Robotics entwickelt Software für die Vernetzung und Automatisierung des Materialtransports. „So können wir unseren Kunden Lösungen für die Fabrik der Zukunft anbieten, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken“, erläuterte Najork.

Deepfield Robotics entwickelt vernetzte und autonome Maschinen für die nachhaltige Landwirtschaft. Sie verringern den Verbrauch von Pestiziden und Wasser, indem sie beispielsweise Unkraut durch intelligente Kameras erkennen und ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entfernen. „Wir sind im Agrarsektor mit der Mobilhydraulik bereits stark vertreten. Autonom agierende Landmaschinen sind ein logischer Ausbau unseres Portfolios in einem angrenzenden Geschäftsbereich. So können wir zusätzliche Synergien erzielen und das Angebotsspektrum für unsere Kunden erweitern“, so Najork. Grow ist der Bosch interne Inkubator und Heimat für Start-ups, die neues Geschäft in neuen Märkten entwickeln.

Neuer Markenauftritt auf der Hannover Messe 2018

„Die Entwicklung von Bosch Rexroth zeigt, dass wir mit der strategischen Neuausrichtung und dem Ausbau unserer Aktivitäten im Bereich Industrie 4.0 auf dem richtigen Weg sind“, sagte Najork. Um seine Transformation auch nach außen deutlich sichtbar zu machen, habe das Unternehmen seinen Markenauftritt weiterentwickelt und präsentiert diesen erstmals auf der diesjährigen Hannover Messe ab dem 23. April 2018.

Wirtschaftlicher Ausblick auf 2018

Der gute Start ins Jahr 2018 gebe Anlass zu vorsichtigem Optimismus. „Die Nachfragesituation in den Industrieländern ist im laufenden Jahr bisher erfreulich. Regional weist Europa eine vergleichsweise kräftige Dynamik auf. Das Wachstum unseres Geschäfts in China schätzen wir dagegen etwas schwächer ein als im vergangenen Jahr. In den Marktsegmenten Automation und Industrie 4.0 sehen wir für 2018 eine stabile Entwicklung. Aber auch für die volatileren Märkte, wie beispielsweise den rohstoffpreisgetriebenen Bau- und Bergbausektor, sind wir optimistisch“, so Najork. Das Unternehmen rechne insgesamt mit einer positiven Marktentwicklung, wobei die Dynamik des Vorjahres voraussichtlich nicht erreicht werde.

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