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Feinstreinigung

CO2-Schneestrahlen überzeugt bei Hochglanzoberflächen

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Bild 1: In einer 5,5 m x 4 m x 3 m großen Kabine benötigt das robotergestützte CO2-Schneestrahlsystem inklusive der Drehstation für die Gehänge weniger Platz als eine Anlage zur Nassreinigung und Teiletrocknung. (Bild: Volkswagen)
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Bild 1: In einer 5,5 m x 4 m x 3 m großen Kabine benötigt das robotergestützte CO2-Schneestrahlsystem inklusive der Drehstation für die Gehänge weniger Platz als eine Anlage zur Nassreinigung und Teiletrocknung. (Bild: Volkswagen)

Zur Feinstreinigung von Kunststoffteilen bietet sich das CO2-Schneestrahlen an. Es entfernt partikuläre und filmische Verschmutzungen, ist oberflächenschonend, umweltneutral und wirtschaftlich. Zudem senkt es den Ausschuss. Das hat die Installation in einen Lackierprozess für Interieurteile im Fahrzeugbereich ergeben.

Entsprechend dem Motto „Weniger ist mehr“ setzt Volkswagen Kunststoff-Technik in Braunschweig für ein neues Interieurbauteil ein einschichtiges Hochglanz-Lacksystem ein. Dadurch werden Ressourcenverbrauch und Schadstoffemissionen reduziert. Außerdem verleiht der semitransparente Metalliclack dem bereits hochglänzenden Spritzgussteil eine besondere Optik.

Schneestrahlreinigung sorgt für absolut saubere Oberfläche

Allerdings erfordert das Lacksystem eine absolut saubere, rückstands- und fleckenfreie Oberfläche. Diese Anforderung wird mit einem trocken und materialschonend arbeitenden Verfahren zur CO2-Schneestrahlreinigung erfüllt (Bilder 1 bis 4).

Um Ressourcen und Kosten einzusparen sowie die Umweltbelastung zu senken, setzt Volkswagen in der Produktion auf umweltverträgliche Techniken, zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Biogasanlagen, füllerlose Karosserielackierung und thermische Nachverbrennung lösemittelhaltiger Abluft mit Energierückgewinnung. Auch bei der Herstellung von Interieurbauteilen wie Blenden, Zierleisten, Lüftungsgittern und Ausströmern nutzt der Komponentenbereich Kunststoff-Technik des Automobilkonzerns Möglichkeiten, um die Nachhaltigkeit in der Produktion weiter zu steigern.

Lack ohne Grundierung erfordert höchste Oberflächen-Sauberkeit

Täglich werden dort etwa 45 t Kunststoffgranulat in unterschiedlichen Spritzgießverfahren verarbeitet. Daraus entstehen rund 450 verschiedene Interieurteile in diversen Farben, die konzernweit in unterschiedlichen Fahrzeugmodellen verbaut werden. Darunter befinden sich auch Spritzgießteile mit Hochglanzoberflächen, die ohne Lackierung auskommen.

Im Gegensatz dazu hat man sich bei den Hochglanzblenden aus ABS/PC-Blend (Acrylnitril-Butadien-Styrol/Polycarbonat), die in einem der jüngsten Volkswagen-Modelle montiert werden, für eine Deckschicht entschlossen. Die Entscheidung fiel auf einen semitransparenten Hochglanz-Metalliclack. Dieser Lack wird ohne Grundierung nur einschichtig auf das Bauteil aufgebracht, was höchste Anforderungen an den Untergrund stellt.

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