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Antriebstechnik Danfoss erholt sich vom Einbruch im ersten Halbjahr

| Redakteur: Stefanie Michel

Danfoss muss wegen der Corona-Krise einen Umsatzrückgang von 10 % in der ersten Jahreshälfte 2020 verkraften. Doch seit Ende des zweiten Quartals entspannt sich die Lage, das Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft.

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„Auch wenn wir davon ausgehen, dass der Rest des Jahres 2020 von der Pandemie betroffen sein wird und viele Märkte weiterhin schwanken werden, erwarten wir eine allmähliche Erholung“, so Kim Fausing.
„Auch wenn wir davon ausgehen, dass der Rest des Jahres 2020 von der Pandemie betroffen sein wird und viele Märkte weiterhin schwanken werden, erwarten wir eine allmähliche Erholung“, so Kim Fausing.
(Bild: Danfoss)

Die erste Jahreshälfte 2020 war auch bei Danfoss von der Corona-Pandemie beeinflusst. Deshalb sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 2,9 Mrd. Euro und der Nettogewinn um 32 % auf 164 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBITA) betrug 309 Mio. Euro und lag damit 19 % unter dem des Vorjahreszeitraums.

Im April und Mai verzeichnete Danfoss die größten negativen Auswirkungen auf den Umsatz, doch gegen Ende des zweiten Quartals verbesserte sich die Lage nach und nach. Zudem stabilisieren sich die Verkäufe von Danfoss in Asien und China erzielte im zweiten Quartal wieder Rekordumsätze. Auch in ganz Europa ist bei Danfoss eine Verbesserung gegenüber dem niedrigen Niveau zu Beginn des zweiten Quartals zu beobachten. Im Gegensatz dazu ist der Umsatz in Nordamerika, Lateinamerika und Indien weiterhin stark von den Auswirkungen von Covid-19 betroffen.

Kim Fausing, President und CEO von Danfoss, ist stolz auch seine Mitarbeiter, wie sie weltweit die herausfordernde Situation meistern: „Wir haben unsere Mitarbeiter weiter beschäftigt, unsere Kunden bedient und die Kosten an das niedrige Aktivitätsniveau angepasst. Zudem haben wir unsere Fabriken weltweit in Betrieb gehalten und unsere digitale Präsenz gegenüber unseren Kunden und Lieferanten verstärkt.“

Danfoss-Produkte für die globalen Megatrends

Sowohl national als auch globaler sollen Investitionen in die Infrastruktur und die Energiewende die Konjunktur nach der Corona-Krise wieder ankurbeln. In diesem Zusammenhang sind die Lösungen von Danfoss für mehrere globale Megatrends wie die zunehmende Elektrifizierung, die Urbanisierung und den Klimawandel von Bedeutung.

„Auch wenn wir davon ausgehen, dass der Rest des Jahres 2020 von der Pandemie betroffen sein wird und viele Märkte weiterhin schwanken werden, erwarten wir eine allmähliche Erholung. Danfoss wurde von einigen der weltweit führenden Unternehmen, insbesondere im Bereich der Elektrifizierung, zum bevorzugten Technologiepartner gewählt. Dies lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken“, betont Kim Fausing abschließend.

Ausblick 2020: Marktanteil mindestens halten

Aufgrund der Unsicherheit im Zusammenhang mit Covid-19 und den potenziellen Auswirkungen auf die Endmärkte hat Danfoss die Finanzprognose für 2020 am 27. Mai ausgesetzt. Heute ist die Unsicherheit zwar nach wie vor höher als normal, aber angesichts der Ergebnisse in der ersten Hälfte des Jahres 2020 ist Danfoss nun nach eigenen Angaben in der Lage, die Prognose für das Gesamtjahr 2020 auf dem Niveau der vor Covid-19 gegebenen Prognose wiederherzustellen.

Trotz der derzeitigen Schwankungen geht das Unternehmen davon aus, den eigenen Marktanteil weiter ausbauen oder halten zu können. Dabei soll die Profitabilität – gemessen am Margenniveau von 2019, aufgrund laufender Investitionen in nachhaltige Wertschöpfung – gehalten werden. In dem Maße, wie der Umsatz negativ beeinflusst wird, rechnet Danfoss auch mit einer negativen Auswirkung auf das absolute Ergebnis. Aufgrund der COVID-19-Situation muss betont werden, dass die Grundannahmen hinter der Prognose unsicherer sind als gewöhnlich.

Der Ausblick schließt jegliche Auswirkungen der Übernahme des Hydraulikgeschäfts von Eaton aus. Es wird erwartet, dass die Transaktion im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein wird.

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