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Referenzmessgerät für Ladevorgänge

Der „Eichstrich“ für die Strombetankung von Elektroautos

| Redakteur: Beate Christmann

Kommt wirklich die abgerechnete Menge Strom durch den Stecker? Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt entwickelt nun ein Referenzmesssystem für Ladesäulen von Elektrofahrzeugen. Damit sollen auch Eichbehörden arbeiten und überprüfen können, ob Ladevorgänge ordnungsgemäß ablaufen.
Kommt wirklich die abgerechnete Menge Strom durch den Stecker? Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt entwickelt nun ein Referenzmesssystem für Ladesäulen von Elektrofahrzeugen. Damit sollen auch Eichbehörden arbeiten und überprüfen können, ob Ladevorgänge ordnungsgemäß ablaufen. (Bild: PTB)

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Damit auch an der Stromzapfsäule nur so viel Energie berechnet wird, wie tatsächlich getankt wurde, entwickelt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt ein entsprechendes Messsystem. Es soll die gesamte Kommunikation zwischen Ladeeinrichtung und Fahrzeug inklusive Zeit- und Mengenerfassung speichern und damit die korrekte Energiemessung transparent machen.

Wer sein Auto mit Benzin betankt, kann ziemlich sicher sein, dass die jeweilige Zapfsäule durch die Eichbehörden geprüft ist und er damit auch wirklich soviel Treibstoff berechnet bekommt, wie in seinen Tank gelaufen ist. Diese Überprüfung erfolgt in der Regel mithilfe eines Messkolbens – das ist bei Strom nicht möglich. Und darum stellt sich die Frage, wie Halter von Elektrofahrzeugen wissen können, dass sie tatsächlich die Menge an Strom erhalten und damit angerechnet bekommen, die an der Ladesäule angezeigt wird? Dafür entwickelt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) nun eine Referenzmessgerät.

Verkauf im Sinne des Mess- und Eichrechts ermöglichen

Das neue System, das Ende des kommenden Jahres voll einsatzfähig sein soll, soll die gesamte Kommunikation zwischen der Ladeeinrichtung und dem Elektrofahrzeug inklusive Zeit- und Mengenmessung erfassen und speichern und somit die korrekte Energiemessung transparent machen. Diese technische Lösung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Verkauf von Ladeenergie im Sinne des Mess- und Eichrechts überhaupt überprüft werden kann. Das Ziel der PTB-Wissenschaftler ist es, das neue In-Kabel-Messsystem zu einem praktisch einsetzbaren Referenzmessgerät zu entwickeln.

Problematisch wird die Umsetzung insofern, da auf dem Markt zurzeit noch zahlreiche unterschiedliche Steckersysteme vorzufinden sind. Der Prototyp des In-Kabel-Messsystems wird zunächst die Überwachung von Ladepunkten mit folgenden Stecksystemen bis maximal 1000 V und 125 A ermöglichen: Typ 1, Typ 2 und CCS Typ 2. Die Entwicklungsarbeit der PTB findet im Rahmen des vom BMWi geförderten Forschungsprojektes DELTA (Datensicherheit und -integrität in der Elektromobilität beim Laden und eichrechtkonformen Abrechnen) statt.

Tag der offenen Tür am BMWi

Am 26. und 27. August 2017 können Besucher beim Tag der offenen Tür im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin einen Blick auf eine vorläufige Version des Systems werfen.

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