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EMO Hannover 2019

Die Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz machte Station auf der EMO Hannover

| Redakteur: Stéphane Itasse

Im Herbst 2018 hat der Deutsche Bundestag die Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz eingesetzt, um Empfehlungen für zukünftige Leitlinien der Gesetzgebung betreffend Künstliche Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft vorzuschlagen. In fachspezifische Arbeitsgruppen gegliedert, arbeiten seither 19 Abgeordnete des Deutschen Bundestags sowie 19 von den Fraktionen berufene Sachverständige an einem Gutachten, das die rechtlichen, ethischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven der Künstlichen Intelligenz würdigen soll. Im September lud der VDW Vertreter der Enquete-Kommission zur EMO Hannover ein, um die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz im Bereich der Werkzeugmaschinen kennenzulernen.

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Vertreter der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz und Gäste informierten sich auf der EMO Hannover über Einsatzgebiete und Zukunftsoptionen Künstlicher Intelligenz in der Produktion. Von links nach rechts: Dr. Stefan Schwaneck (VDW), Dr. Martin Krzywdzinski (WZB), Dr. Florian Butollo (WZB, Mitglied der Enquete-Kommission), Daniela Kluckert (MdB FDP, Mitglied der Enquete-Kommission), Falko Mohrs (MdB SPD, Mitglied der Enquete-Kommission), Dr. Alexander Broos (VDW).
Vertreter der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz und Gäste informierten sich auf der EMO Hannover über Einsatzgebiete und Zukunftsoptionen Künstlicher Intelligenz in der Produktion. Von links nach rechts: Dr. Stefan Schwaneck (VDW), Dr. Martin Krzywdzinski (WZB), Dr. Florian Butollo (WZB, Mitglied der Enquete-Kommission), Daniela Kluckert (MdB FDP, Mitglied der Enquete-Kommission), Falko Mohrs (MdB SPD, Mitglied der Enquete-Kommission), Dr. Alexander Broos (VDW).
(Bild: EMO Hannover)

„Werkzeugmaschinen arbeiten nach festem Programm, sind räumlich gesichert und können kein unerwünschtes Eigenleben wie in einem Science-Fiction-Film entwickeln. Wenn wir von Künstlicher Intelligenz in der Produktion sprechen, reden wir also fast ausschließlich von Chancen, nicht von Risiken“, setzte Dr. Alexander Broos vom VDW den Ton für die hochkarätige Besuchergruppe. In einem etwa dreistündigen Highlight-Rundgang gewannen die Kommissionsmitglieder Dr. Florian Butollo (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung/WZB), Daniela Kluckert (FDP-Fraktion) und Falko Mohrs (SPD-Fraktion) einen Einblick in neue Entwicklungen und Technologien, die auf Künstlicher Intelligenz aufbauen.

Neben einer Einführung in die Welt der Werkzeugmaschinen standen sowohl Aussteller der Start-up Area, die Additive Manufacturing mit einer intelligenten Software für den Mittelstand zugänglich machen bzw. über Schwungmassenspeicher CO2 reduzieren wollen, als auch forschungsnahe Aussteller der industrie 4.0 area, die Einblicke in ein intelligentes Fertigungsmanagement im Automobilsektor lieferten (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz/DFKI) bzw. ein Standpunktpapier zu Künstlicher Intelligenz in der Produktion vorstellten (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik/WGP), auf dem dicht gepackten Programm. Als Einzelaussteller im Rundgang vertreten waren der spanisch-deutsche Werkzeugmaschinenbauer Soraluce und umati, die mit der Entwicklung von der intelligenten Maschine zur Künstlichen Intelligenz sowie als Enabler der Datenauswertung von morgen ihre Kompetenzen einbrachten.

Mit zahlreichen Nachfragen zeigten sich die Gäste beeindruckt von der Vielfalt an Einsatzgebieten und Zukunftspotenzialen der Künstlichen Intelligenz. Aber auch die beteiligten Aussteller zogen ein positives Fazit, mussten sie doch zahlreiche Fragen bis ins Detail beantworten und dem großen Interesse der Besucher Rechnung tragen. Produktionstechnik wird in der weiteren Arbeit der Enquete-Kommission nicht länger ein blinder Fleck sein.

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