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EMO Hannover 2019 Digitale Zwillinge im Maschinenbau

| Redakteur: Nadine Schweitzer

Digitale Zwillinge bilden alle Entwicklungsprozesse virtuell ab. Dadurch verändern sich die Arbeitsprozesse von Maschinenbauern grundlegend.

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Die Schleifmaschine Ultragrind SG2 ist eine der zwei Maschinen, die digitale Zwillinge erhalten haben.
Die Schleifmaschine Ultragrind SG2 ist eine der zwei Maschinen, die digitale Zwillinge erhalten haben.
(Bild: Heinrich Georg (Reusmann))

Die Maschinenfabrik Heinrich Georg zeigt auf der EMO Hannover erstmals digitale Zwillinge von zwei Werkzeugmaschinen des Hauses. Damit sei man einer der ersten Maschinenbauer weltweit, der als Pilotkunde von Siemens die nächste Stufe der digitalen Transformation im Werkzeugmaschinenbau mit der neuen Steuerung Sinumerik One umgesetzt habe, betont das Unternehmen. Sinumerik One ist neue CNC-Generation von Siemens.

Digitale Zwillinge würden auch die Arbeitsprozesse von Maschinenbauern grundlegend verändern, betont der Maschinenbauer, denn bisher seien Engineering und Fertigung meistens sequenziell abgelaufen, und erst bei der Inbetriebnahme habe man Prozesse und Abläufe zusammenführen und optimieren können. Die auf der EMO Hannover erstmals dem Fachpublikum vorgestellte CNC Sinumerik One bildet alle Entwicklungsprozesse virtuell ab. Schon bevor reale Prototypen verfügbar sind, werden Aufgaben von der realen in die virtuelle Welt vorverlagert. Die Steuerungssoftware wird zum Beispiel nicht nur geschrieben, während die Maschine noch gebaut wird, sondern in der virtuellen Welt bereits getestet; und künftige Nutzer können schon an Bedienpulten geschult werden, die erst noch entstehen.

Außerdem könnten digitale Zwillinge auch beim Service und bei Kaufentscheidungen nützlich sein, heißt es.

Heinrich Georg GmbH auf der EMO Hannover 2019, Halle 13, Stand A64.

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