Kurzinterviews

Drei Fragen an den Mittelstand

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MM Maschinenmarkt: Was bedeutet es für Sie persönlich, ein Mittelständler zu sein?

Michael Koch ist geschäftsführender Gesellschafter der Michael Koch GmbH.(Bild:  Michael Koch GmbH)
Michael Koch ist geschäftsführender Gesellschafter der Michael Koch GmbH.
(Bild: Michael Koch GmbH)

Michael Koch: Nun sind wir mit knapp 60 Menschen noch immer ein kleines Unternehmen im Vergleich zum landläufigen Begriff des Mittelständlers in Deutschland, wo ein solcher schon mehrere Hundert oder Tausend Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben kann. Aber wir haben eine Größe erreicht, die uns viele Möglichkeiten bietet hinsichtlich der Bedienung von Kunden von klein bis groß, von lokal bis weltweit. Dabei ist es mir vor allem wichtig, dass es keine Einengungen durch Konzernvorgaben und -strukturen gibt. Für mich persönlich bedeutet diese Situation bei aller Verantwortung und Risiken, die man als geschäftsführender Gesellschafter eines kleinen Mittelständlers übernehmen beziehungsweise eingehen muss, ein großes Stück Freiheit.

Wo sehen Sie die Stärken des Mittelstandes?

Weitsichtigkeit und Flexibilität. Entscheidungen mit Tragweite werden in der Regel nicht auf der Basis von kurzfristiger Gier oder Geiz irgendwelcher betriebsfremder Eigentümer getroffen, sondern im Sinne der nachhaltigen, also langfristig positiven Entwicklung des Unternehmens. Innerhalb dieses Rahmens bieten sich große Freiräume, flexibel auf äußere Entwicklungen zu reagieren beziehungsweise sich rechtzeitig offen und aktiv auf Veränderungen einzustellen. Das in Verbindung mit der unternehmerischen Freiheit bewirkt, dass durch den Mittelstand für die Gesellschaft oft viel mehr bewirkt wird als durch Großkonzerne.

Was sind in Ihren Augen 2023 die größten Herausforderungen als Mittelständler?

Das kräftige Wachstum, das wir in den vergangenen Jahren trotz Pandemie, Ukrainekrieg und anderer Krisen auf dieser Welt genießen durften, hat sich in einen Abschwung gedreht. Diese Umkehrung der Vorzeichen erfordert eine hohe Wandlungsfähigkeit. Das heißt, alle im Unternehmen müssen sich auf die neuen Marktdynamiken einstellen, die auch vor Jahren schon galten. Gleichzeitig gibt es einen Arbeitskräftemangel, Unsicherheiten aufgrund politischer Unklarheiten in vielen Bereichen und eine spürbare gesellschaftliche Vernachlässigung des Leistungsgedankens. Wir müssen aufmerksam bleiben und unsere Kunden weiter begleiten können, ganz gleich wo sie unsere Leistung brauchen und nachfragen.

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