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Spänezerkleinerung

Ein- oder Zweiwellen-Zerkleinerer für metallische Herausforderungen

| Redakteur: Carmen Kural

Die Entstehung von Abtragmaterial in Form von Spänen ist bei Metallbearbeitungsverfahren unausweichlich. Zerkleinerer für das Abtragmaterial beim Zerspanen können als Stand-alone-Lösungen betrieben oder in Produktionsprozesse integriert werden.

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Das beim Zerspanen unausweichlich anfallende Spänegewölle kann im Volumen verringert oder auch – etwa durch Brikettierung – weiter aufbereitet werden.
Das beim Zerspanen unausweichlich anfallende Spänegewölle kann im Volumen verringert oder auch – etwa durch Brikettierung – weiter aufbereitet werden.
(Bild: Erdwich (Davit 85 – Stock))

Der Recyclingspezialist Erdwich hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ein- und Zweiwellen-Zerkleinerer für das Abtragmaterial herzustellen, das in Form von Spänen bei allen Metallbearbeitungsverfahren vom Drehen, Bohren und Fräsen bis zum Schleifen unausweichlich anfällt. Die Zerkleinerer sind für sehr unterschiedliche Platzverhältnisse ausgelegt und können als Stand-alone-Lösungen betrieben oder inProduktionsprozesse integriert werden.

Auf der EMO Hannover zeigt Erdwich als Auswahl aus seinen Produktprogramm die Einwellen-Zerkleinerer M400/1-400 und M600/1-600 sowie einen Zweiwellen-Zerkleinerer des Typs M350/2-410.

Harald Erdwich, der Geschäftsführer der Erdwich Zerkleinerungs-Systeme GmbH, erläutert die wesentlichen Gesichtspunkte, die beim Umgang mit Abtragmaterial dieser Art von Bedeutung sind: „Nach unseren Erfahrungen stellt das Volumen meistens das größte Problem bei Lagerung und Weiterverarbeitung der Spänegewölle dar“, verrät der Recycllngfachmann: „Unmittelbar an zweiter Stelle rangiert der Platzbedarf für die Installation einer passenden Zerkleinerungsanlage, die sowohl in Bezug auf die Abmessungen als auch im Hinblick auf den Durchsatz und das zu zerkleinernde Material den örtlichen Gegebenheiten gerecht werden muss.“

Da sowohl die Betriebsfläche als auch die Späne wertvolle Ressourcen darstellen würden, sei es notwendig, für jeden Anwendungsfall die optimale Lösung zu finden. Die Bandbreite möglicher Lösungen reiche von Kleinabfällen im Labor, die im Intervallbetrieb zerkleinert werden müssen, bis zum Dauereinsatz rund um die Uhr in der Automobilindustrie mit hohen Durchsatzmengen.

„Die Anlagen“, führt Erdwich weiter aus, „sind für die reine Volumenverringerung oder den perfekten Materialaufschluss konfigurierbar, sodass Metallspäne durch Brikettierung oder Ölabscheidung in einer Zentrifuge auch weiter aufbereitet werden können.“

Die Einwellen-Zerkleinerer von Erdwich sind für den Alltagsbetrieb in der spanenden Fertigung ausgelegt. „Durch die einzelgesteckten, austauschbaren Messerscheiben am Schneidrotor werden die Späne und Metallgewölle – bedingt durch den speziellen Eingriffswinkel – eingezogen und am Stator zerkleinert“, erklärt Harald Erdwich.

Wie bei allen Anlagen von Erdwich bestehen auch die Messer der in Hannover vorgestellten Einwellen-Zerkleinerer M400/1-400 und M600/1-600 aus komplett durchgehärtetem Stahl. Sie können mehrfach nachgeschliffen werden – das erhöht die Standzeit.

Die Partikelgröße und der Durchsatz der Maschinen werden über die verschiedenen Steckmöglichkeiten der Messer auf dem Schneidrotor sowie individuelle Lochsiebgeometrien gesteuert. Je nach Art der Späne und Erscheinungsform sind mit den Einwellen-Zerkleinerern Durchsätze von 70 bis 1650 kg/h möglich.

Für das Zerkleinern größerer Spänemengen oder von Spänen mit großen Querschnitten wurden Zweiwellen-Zerkleinerer mit höherer Schneidkraft wie der auf dem Messestand gezeigte M350/2-410 entwickelt. „Bei speziellen Spangeometrien reicht die Kraft eines Einwellen-Zerkleinerers unter Umständen nicht aus, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen“, weiß Erdwich. „Auch für kontinuierliche Durchsätze großer Volumina und Mengen bis 4000 kg/h eignen sich Zweiwellenmaschinen besser.

Erdwich Zerkleinerungs-Systeme auf der EMO Hannover 2019: Halle 7, Stand D43

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