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VDMA-Positionspapier

Eine zukunftsfähige Normungspolitik für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie

| Autor/ Redakteur: Von Peter Günther und Thomas Kraus / Stéphane Itasse

Um die für den internationalen Markt wichtige Funktion der Normung zu erhalten und auszubauen, engagiert sich der VDMA in der Normungspolitik, der Beteiligung der KMU bei der Normung und in der Erarbeitung sachgerechter Normen. Der VDMA investiert jährlich mehr als 4 Mio. Euro, um mit etwa 40 Vollzeitbeschäftigten die Normungsaktivitäten des Normenausschuss Maschinenbau (NAM) zu betreuen.

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Diese Betreuung findet auf nationaler (DIN), europäischer (CEN und CENELEC) und internationaler Ebene (ISO und IEC) statt Mehr als 2000 freiwillige Experten sorgen in 27 Fachbereichen des NAM mit etwa 210 Arbeitsgremien für den fachlichen Input. Der NAM ist Träger von circa 1300 nationalen Normen (DIN, DIN EN, DIN EN ISO, DIN ISO) und ist verantwortlich für weitere 1600 internationale Normen (ISO) auf nationaler Ebene. Weitere finanzielle Beiträge für die Normung werden von DIN-Mitgliedern erbracht, von denen 25% aus dem Maschinen- und Anlagenbau kommen.

In der auf europäischer und nationaler Ebene derzeit geführten Diskussion zur Normungspolitik mehren sich die Stimmen, die

  • einen stärkeren Stellenwert der Normung,
  • eine intensivere Einbindung und Unterstützung von KMU und
  • einen kostenfreien Zugang zu den Normungsdokumenten

fordern.

Im Zuge dieser Diskussionen beobachtet der VDMA Entwicklungen, die die Funktionsfähigkeit der Normung beeinflussen und sogar gefährden können, sofern nicht seitens aller Normungsbeteiligten gegengesteuert wird beziehungsweise Prozesse oder auch Finanzierungswege angepasst werden. Der VDMA hat ein großes Interesse, die Funktionsfähigkeit der Normung nachhaltig zu stützen und zu erhalten, er fühlt sich aber auch mitverantwortlich, gegebenenfalls erforderliche Veränderungsprozesse voranzutreiben und im Sinne eines Gesamtsystems mitzugestalten. Der VDMA hält den jetzigen Zeitpunkt für richtig, über mögliche Veränderungen insbesondere der Finanzierung des Gesamtsystems nachzudenken, um frühzeitig gegenzusteuern und Veränderungsprozesse langfristig anzustoßen zu können, sollten sie erforderlich sein.

Dieses VDMA-Positionspapier beleuchtet deshalb insbesondere die aktuellen Fragen und zeigt aus Sicht des Maschinen- und Anlagenbaus Lösungswege auf, wie den Forderungen Rechnung getragen werden kann. Die genannten Forderungen und Vorschläge basieren auf den Erfahrungen des Maschinen- und Anlagenbaus in der Normung. Die Übertragbarkeit auf das gesamte Normungssystem muss mit allen am Normungssystem Beteiligten diskutiert werden. Hierzu soll das Positionspapier die Diskussion anstoßen.

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