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Andere Standardisierungsorganisationen, insbesondere aus den USA, setzen Normen gezielt im Interesse und mit finanzieller Unterstützung der betreffenden Industrie zur Vorbereitung und zur Erschließung neuer Märkte ein. So verteilt zum Beispiel die Industrial Truck Standards Development Foundation (ITSDF) Normen kostenfrei, um eine möglichst große Verbreitung zu erzielen.
Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus verfolgen diese Entwicklung und räumen der Normung und Standardisierung schon seit längerer Zeit einen hohen Stellenwert ein. Bei den meisten Fachverbänden des VDMA ist Normung ein ständiger Tagesordnungspunkt von Vorstandssitzungen, an denen die führenden Unternehmerpersönlichkeiten der jeweiligen Teilbranche teilnehmen. Die enge Verzahnung der Arbeit des NAM und der Branchenarbeit und -kenntnis der VDMA-Fachverbände tragen wesentlich dazu bei, dass das Bewusstsein der Unternehmen für den strategischen Stellenwert der Normung geschärft wird.
VDMA-Forderungen
Der hohe Stellenwert der Normung wird im Maschinen- und Anlagenbau auch weiterhin bestehen bleiben und noch zunehmen, wenn sich die Normung weiterhin an folgenden Grundsätzen orientiert:
- Hohe Marktrelevanz: Normung muss sich an den Bedürfnissen des Marktes orientieren und praxisgerechte Lösungen bieten.
- Große Verbreitung und Marktdurchdringung: Marktrelevante Normen müssen eine weite Verbreitung finden, um ihre marktunterstützende Wirkung entfalten zu können.
- Hohe Attraktivität: Normung muss die Interessen der betroffenen Industrie ausreichend berücksichtigen.
- Hohe Internationalität: Normung muss den Zugang in die globalen Märkte unterstützen und eine große internationale Akzeptanz schaffen.
- Große Sachkompetenz: Normung muss praxisgerechte Lösungen bieten, die von den Betroffenen als zweckdienlich angesehen werden.
- Hohe Flexibilität: Normung muss die wirtschaftliche Entwicklung fördern und darf Freiräume für Innovationen nicht einschränken.
- Aktive Gestaltungsmöglichkeit: Die Erarbeitung von Normen muss den Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Sachkompetenz effektiv und effizient einzubringen.
- Hohe Transparenz: Die Inhalte der Normung müssen für die Betroffenen transparent und leicht verfügbar sein. Der Verständlichkeit von Normen ist mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht nur die Anwendung durch KMU steht im Vordergrund, sondern auch die Praxistauglichkeit und effiziente Anwendbarkeit unter hoher Arbeitsbelastung im betrieblichen Alltag.
- Hohe Akzeptanz: Alle interessierten Kreise sollten sich von Anfang an an der Konsensfindung beteiligen, als verlässliche Partner agieren und zu den gemeinsam erarbeiteten Normungsergebnissen stehen. Stabile Normen sind im Hinblick auf den Marktzugang von Produkten für die Planungssicherheit der Unternehmen ein wesentliches Element.
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